Staatspreise für "Die schönsten Bücher Österreichs" verliehen

7. Mai 2014, 14:16
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Mit je 3.000 Euro dotierte Auszeichnungen für "Jenny. Denken. Behaupten. Großtun", "Holzböden im Freien" und "Katalog der Unordnung" vergeben

Wien - Die Jahresanthologie des Instituts für Sprachkunst an der Uni für angewandte Kunst Wien "Jenny. Denken. Behaupten. Großtun" (Kategorie Allgemeine Literatur), das Buch "Holzböden im Freien" von proHolz Austria (Allgemeines Sachbuch) und der "Katalog der Unordnung" des Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) (Sonderproduktionen) sind die "Schönsten Bücher Österreichs 2013".

Die drei Publikationen konnten sich unter 191 Büchern von 139 Verlagen und Druckereien und 15 bereits als "Schönste Bücher Österreichs" ausgezeichneten Werken im Wettbewerb durchsetzen. Die mit jeweils 3.000 Euro dotierten Staatspreise sowie die Ehrenurkunden wurden am Mittwoch von Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB), überreicht.

Föger betonte bei der Verleihung laut Aussendung die wachsende Bedeutung der Buchgestaltung: Gut gestaltete und hochwertig produzierte Bücher würden nie vollständig durch E-Books ersetzt werden. Für Ostermayer sind die Staatspreise für die "Schönsten Bücher" ebenfalls "Zeugnis dafür, dass Optik und Haptik eines Buches auch in Zeiten des digitalen Lesens immer noch von hoher Bedeutung sind".

Unkonventionelle Gestaltung

Bei "Jenny" (Verlag edition angewandte, AMBRA; Gestaltung: studio VIE) würden fünf Umschläge und Farbseiten im Buch die Gliederung dieses "gänzlich unkonventionellen Literaturbands" aus Prosa, Drama, Lyrik, Essays und Poetik widerspiegeln, lobte die Jury das Werk. "'Jenny' ist jung und modern im besten Sinne." Bei "Holzböden im Freien" (Verlag: proHolz Austria) mit seinem Wolkenhimmel-Umschlag sei es Reinhard Gassner und Marcel Bachmann durch "höchste gestalterische Professionalität" mühelos gelungen, selbst bei einem Publikum Interesse zu wecken, das dem Thema nicht unbedingt nahestehe.

Der von Helmuth Lethen (IFK) herausgegebene "Katalog der Unordnung" (Verlag IFK an der Kunstuniversität Linz, Gestaltung: Christoph Schörkhuber) hat den Staatspreis in der Kategorie "Sonderproduktionen und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen" seinerseits laut Jury für seine "perfekten Balance" aus Ordnung und Unordnung in Schriftbild und Gestaltung verdient. (APA, 7.5.2014)

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