"Ewig gewiss nicht"

26. August 2003, 15:33
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Schröder lässt Kanzlerkandidatur 2006 weiter offen - Frage nach erneuter Kandidatur werde er zu gegebenem Zeitpunkt entscheiden

Berlin - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hält sich die Kandidatur für eine dritte Amtszeit offen. Auf die Frage, wie lange er noch Regierungschef bleiben wolle, sagte Schröder am Montag vor dem SPD-Präsidium in Berlin: "Ewig gewiss nicht." Die Frage einer erneuten Kandidatur werde er zu gegebenen Zeitpunkt entscheiden. "Jetzt ist nicht die Zeit für solche Debatten." Die SPD erwartet, dass Schröder 2006 erneut kandidiert. Diese Überzeugung äußerten am Sonntag SPD-Fraktionschef Franz Müntefering und SPD-Generalsekretär Olaf Scholz.

Scholz sagte der "Bild"-Zeitung, er glaube "ganz fest", dass Schröder die SPD 2006 erneut in den Wahlkampf und zu einem Sieg führen werde. Schröder verkörpere den Kurs der Reformen und der Konsolidierung glaubwürdig. Daraufhin machte das Blatt die Schlagzeile: "Will uns Schröder ewig regieren?" und erinnerte an Bundeskanzler wie Konrad Adenauer (14 Jahre Amtszeit) und Helmut Kohl (16 Jahre).

Müntefering sagte der "Bild am Sonntag" auf die Frage, wer bei der nächsten Bundestagswahl kandidieren werde: "Für uns natürlich Gerhard Schröder, davon gehe ich aus. Und er wird Bundeskanzler bleiben, weil wir die Wahl gewinnen." (APA/AP)

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    Schröder ist seit 1998 Bundeskanzler.

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