IT-Bereich leidet unter knappen KMU-Budgets

25. August 2003, 10:30
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Personalkürzungen und verminderte Service-Qualität als Folgen

Budgetkürzungen, die kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Westeuropa aufgrund wirtschaftlicher Bedingungen vorgenommen haben, zeigten negative Auswirkungen auf den IT-Bereich. Das ergibt eine Studie von Datamonitor, die von Oracle in Auftrag gegeben wurde. Demnach haben Budgeteinfrierungen oder -reduzierungen auf 48 Prozent der befragten Unternehmen einen negativen Einfluss. In den IT-Abteilungen innerhalb der KMUs wurden Personalkürzungen vorgenommen, gleichzeitig muss das übrige Personal, besonders an Wochenenden, länger arbeiten. Der Standard der Service-Qualität wurde gesenkt, und die Mitarbeiter verbringen einen größeren Teil ihrer Zeit mit der Lösung von spontan auftretenden Problemen als mit der Verfolgung der strategischen Ziele ihres Unternehmens.

Einsparungen

Insgesamt haben 53 Prozent der KMUs Einsparungen an Gehältern und Personal vorgenommen, 63 Prozent haben das Budget gekürzt. "Die Studie zeigt deutlich, dass Manager von kleinen und mittelständischen Unternehmen in ganz Europa mit denselben Problemen konfrontiert sind, obwohl sie aus verschiedenen Branchen kommen", so Anthony Peake, EMEA-Direktor für den Mittelstand bei Oracle. Als größte Sorge geben 72 Prozent der Befragten den Einfluss des derzeitigen Wirtschaftsklimas auf die Gewinnmargen an. Dieses Problem entstehe, weil Kunden aus Kostengründen mehr auf den Preis als auf die Qualität der Leistung achten. Besonders zur Wettbewerbsfähigkeit mit Unternehmen, die ihre Produktion in Billiglohn-Länder ausgelagert haben, äußerten 57 Prozent der Manager Bedenken.

Ähnlichkeiten

Der Bedarf an abteilungsübergreifender Zusammenarbeit sowie einer längerfristigen IT-Strategie sei bei den meisten KMUs ähnlich, letztere fehle den meisten Mittelstandsunternehmen scheinbar, so Peake. Die Studie zählt 1,5 Millionen Firmen zum Mittelstand, insofern "gibt es viele Unternehmen in Europa, die von einer gezielteren Herangehensweise an die IT im Allgemeinen und speziell an Anwendungssoftware profitieren würden", sagte Peak.

Befragung

Für die Studie wurden 474 Manager aus Unternehmen in ganz Europa befragt, die zwischen 100 und 500 Mitarbeiter beschäftigen oder in den Bereichen wie Fertigung, Energieversorgung, Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Finanzwesen oder anderen Sektoren einen Umsatz von 20 bis 250 Millionen Euro machen. (pte)

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