Südkorea: Schlägerei mit nordkoreanischen Reportern bei Protesten

25. August 2003, 18:08
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Während Universiade in Daegu - Deutscher Aktivist verletzt

Seoul/Daegu - Bei einer Kundgebung gegen das Regime in Pjöngjang sind am Sonntag am Austragungsort der Universiade in Südkorea nordkoreanische Reporter mit Menschenrechtsaktivisten aneinander geraten. Augenzeugen berichteten, es sei zu Handgreiflichkeiten gekommen, als einige Reporter aus Nordkorea den Protest vor dem Medienzentrum in Daegu unterbrechen und Plakate mit der Aufschrift "Stürzt Kim Jong Il! Rettet unsere nordkoreanischen Brüder!" beseitigen wollten. Der deutsche Arzt Norbert Vollertsen sei dabei gestürzt und später in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Über seinen Zustand war zunächst nichts bekannt.

Großeinsatz

Mehr als 100 südkoreanische Sicherheitskräfte griffen ein und beendeten den Streit. Nach Polizeiangaben gab es keine weiteren Verletzten oder Festnahmen.

Der 45-jährige Vollertsen war bereits am Freitag bei einer Aktion an der innerkoreanischen Grenze verletzt worden. Dabei hatten südkoreanische Polizisten eine Gruppe von Aktivisten daran gehindert, Helium-Ballons mit kleinen Kurwellenradios über die Grenze nach Nordkorea fliegen zu lassen. Mit der Aktion wollten sie auf die Lage der Menschen in dem isolierten Norden der Halbinsel aufmerksam machen. (APA/dpa)

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