Prodi kritisiert indirekt Machtfülle Berlusconis

25. August 2003, 16:28
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"Ineinandergreifen von politischen und wirtschaftlichen Interessen"

Berlin - EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hat indirekt die Machtfülle des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kritisiert. Viele Menschen in Italien hätten Schwierigkeiten mit dem "Ineinandergreifen von politischen und wirtschaftlichen Interessen sowie der Kontrolle über die Medien", wurde Prodi vom Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" zitiert.

Mit Blick auf das deutsch-italienische Verhältnis sagte Prodi dem Blatt: "Die Rolle Deutschlands ist über alle Maßen wichtig". Die sechs Gründungsmitglieder der EU, zu denen Deutschland und Italien gehören, hätten "neben ihrer großen politischen Verantwortung eine Aufgabe, die ich schon fast moralisch nennen würde". Die Absage Berlusconis für einen gemeinsamen Opernbesuch mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und ihm in Verona am vergangenen Freitag wertete Prodi angesichts des warmen Empfangs als "zweitrangig". (APA/AP)

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