Leader Rapid gewinnt 4:1 in Mattersburg

28. August 2003, 11:36
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Leader präsentierte sich im Burgenland als abgebrühte Mannschaft und schlug sowohl aus Standard-Situationen als auch im Konter zu

Tabellenführer Rapid Wien hat am Sonntag zum Abschluss der 6. Runde der T-Mobile-Bundesliga das "Mattersburger Fußball-Fest" mit 4:1 (2:1) für sich entschieden. 17.000 Fans im ausverkauften burgenländischen Pappelstadion sahen einen abgeklärten und eiskalten Leader, der Aufsteiger SV Mattersburg klar in die Schranken wies. Die Hütteldorfer trafen durch Rene Wagner (21.,60.), Ivanschitz (32.) und Hofmann (58.), Mattersburg war durch Mörz (23.) der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich gelungen.

Grün-Weiße-Tormaschinerie

Während Mattersburg damit die erste Heimniederlage in der höchsten Spielklasse hinnehmen musste, bleibt Rapid weiterhin als einziges Team der Liga ungeschlagen. Die Grün-Weißen, die nun vier Punkte vor dem GAK und sechs vor der Austria legen, haben mit 16 Zählern aus sechs Partien nicht nur die meisten Punkte auf dem Konto, sondern sind mit 15 Treffern auch die "Tormaschinerie" Nummer eins.

Erfolgreich aus Standard-Situationen

Im "Brüder-Duell" Grün gegen Grün setzte Rapid genau dort an, wo die Mattersburger am leichtesten zu verwunden sind - bei den Standardsituationen. In der 21. Minute zirkelte der deutsche SCR-Kapitän Hofmann einen Freistoß von links in den Strafraum, wo Torjäger Rene Wagner lauerte und per Kopf traf. Für den Tschechen war es der vierte Saison-Treffer, wie zuvor auch gegen Pasching, Salzburg und Admira sorgte er auch diesmal gegen die Burgenländer für das 1:0.

Pech für Mattersburg

Der Ausgleich der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach schöner Kombination über Kühbauer, Thomas Wagner und Fülöp landete der Ball bei Mörz und der Ex-Rapid-Nachwuchskicker ließ Payer aus zwölf Metern keine Chance - 1:1 (23.). Dann zeichnete sich der Rapid-Schlussmann, der auch in der elften Minute einen Thomas Wagner-Schuss pariert hatte, gegen Fülöp aus, den Nachschuss lupfte Mandreko an die Latte (30.).

Ivanschitz nahm Kreuzeck ins Visier

Eine Nachlässigkeit, die die trotz großer Hitze eiskalten Hütteldorfer in der 33. Minute bestraften. Der Burgenländer Ivanschitz versenkte einen herrlichen Freistoß aus 25 Metern genau ins rechte Kreuzeck zur neuerlichen Führung.

Die Butter blieb am Brot

Im Gegensatz zum ebenfalls ausverkauften Derby vergangene Woche gegen die Austria (2:2 nach 2:0-Führung) ließ sich die Truppe von Erfolgscoach Josef Hickersberger diesmal die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ganz im Gegenteil, denn Rapid hatte die Sache nach Wiederbeginn fest im Griff.

Super-Solo-Hofmann

Zunächst traf Ivanschitz nur das Außennetz (53.), doch ein Doppelschlag zwischen der 58. und 60. Minute entschied den Schlager der Runde dann endgültig. Hofmann startete von der Mittellinie weg ein Solo, tanzte im Strafraum Zatek und Lang aus und schoss aus 14 Metern nicht scharf, aber umso platzierter ins lange Eck ein (58.). Wenige Augenblicke später stand es bereits 4:1, nach Hedl-Parade gegen Ivanschitz staubte Rene Wagner erfolgreich zu Saisontreffer Nummer fünf ab (60.).

Glücklose Mattersburger

Die einzige Mattersburg-Chance nach der Pause: Thomas Wagner scheiterte nach einem Freistoß von Ex-Rapid-Kapitän Kühbauer an Payer (51.). Ein Treffer von Fülöp wurde in der 89. Minute wegen Abseits aberkannt. (APA)

  • SV Mattersburg - SK Rapid Wien 1:4 (1:2)
    Pappelstadion, 17.000 (ausverkauft), SR Brugger

    Torfolge:
    0:1 (21.) R. Wagner
    1:1 (23.) Mörz
    1:2 (32.) Ivanschitz (Freistoß)
    1:3 (58.) Hofmann
    1:4 (60.) R. Wagner

    Mattersburg: Hedl - Zatek - Dragic, Lang - Hopfer, Mandreko (70. Kausich), Mörz (77. Koziak), Kühbauer, Schmidt (59. Pauschenwein) - Fülöp, Th. Wagner

    Rapid: Payer - Markus Hiden, Martin Hiden, Feldhofer, Adamski - Prisc (55. St. Kulovits), Hofmann (79. Kienast), Pashazadeh, Ivanschitz - Wallner (64. Martinez), R. Wagner

    Gelbe Karten: Mandreko, Mörz, Kühbauer, Dragic bzw. Ivanschitz, Pashazadeh, St. Kulovits

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Ein Traumfreistoß von Andreas Ivanschitz zum 2:1 für Rapid ließ nicht nur seine grün-weißen Kollegen staunen.

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