Stromausfälle in Österreich, Finnland und Australien

26. August 2003, 13:30
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In Tirol stürzte eine Hochspannungsleitung auf einen Baum - in Australien sind bei Sturm die Masten umgeknickt

Helsinki/Wien/Sydney - In Teilen Tirol sowie Finnlands ist am Samstag bis zu 60 Minuten der Strom ausgefallen. Heftige Stürme kappten an der australischen Ostküste die Energieversorgung zehntausender Menschen. Ein Australier starb und weitere wurden verletzt, als im Norden Sydneys ein Baum auf ein Auto fiel, wie der australische Rundfunk am Sonntag berichtete. Unterdessen wurde mehr als eine Woche nach dem größten Blackout in der Geschichte Nordamerikas der Notstand in der kanadischen Provinz Ontario wieder aufgehoben. Jetzt werde es eine Rückkehr zum "normalen Leben" geben, sagte Ontarios Premier Ernie Eves.

Tirol: Eine Stunde ohne Strom

In Teilen Tirols fiel der Strom für gut eine Stunde aus. Bei Holzfällerarbeiten war nach Angaben der Tiroler Wasserkraft AG ein Baum auf eine Hochspannungsleitung gestürzt. In der Folge waren die Bezirke Landeck und Imst ohne Strom. Zahlreiche Autobahn- und Straßentunnel in diesem Gebiet mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, der Urlauberreiseverkehr kam teilweise zum Erliegen.

Helsinki für 45 Minuten ohne Strom

In Helsinki und weiten Teilen Südfinnlands fiel am Samstagabend der Strom für knapp 45 Minuten komplett aus. Auch am Sonntag war nach Angaben der städtischen Elektrizitätsgesellschaft noch nicht geklärt, warum ein Kabelbruch bei Wartungsarbeiten zu einer Kettenreaktion mit Stromausfall für mehr als eine Million Menschen führen konnte. In Finnlands Hauptstadt gingen dabei um 20.22 Uhr fast auf einen Schlag die Lichter aus. Straßenbahn und U-Bahn versagten ebenso den Dienst wie die Lautsprecher und Scheinwerfer bei einem Freiluftkonzert der Rockband Leningrad Cowboys im Stadtzentrum. Nach Angaben der Polizei nahm die Bevölkerung den Blackout weitgehend gelassen hin.

Strommasten in Australien umgeknickt

Über die australische Ostküste fegten Stürme mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. Strommasten knickten um, Bäume wurden entwurzelt. In der Millionenmetropole Sydney und der Hauptstadt Canberra fiel in zehntausenden Häusern die Elektrizität aus.

Erst vor zehn Tagen waren rund 50 Millionen Menschen im Norden der USA und in Kanada von einem verheerenden Stromausfall betroffen. In einem Domino-Effekt hatten sich am 14. August binnen drei Minuten mehr als 20 Kraftwerke abgeschaltet. Die Suche nach der Ursache des Stromausfalls konzentriert sich auf das Leitungssystem im Norden des US-Bundesstaates Ohio. (APA/dpa)

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