Kundin gewinnt Verfahren gegen Hypo Alpe-Adria

29. August 2003, 11:02
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Besitzerin einer General-Partners-Anleihe hatte beim Konkurs der Immobilien- und Finanzgruppe 581.000 Euro verloren

Wien/Klagenfurt - Die Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank hat in der Causa General Partners ein Schadenersatzverfahren in erster Instanz verloren. das berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Angestrengt worden war das Verfahren von einer Kundin, die als Besitzerin einer von der Hypo vertriebenen General-Partners-Anleihe insgesamt knapp 581.000 Euro beim Konkurs der Immobilien- und Finanzgruppe verloren hatte.

Hypo legt Berufung ein

"Die Hypo hat zwar Berufung eingebracht, doch ich bin recht zuversichtlich die ganze Sache positiv abzuschließen", gibt sich Reimer Bahr, Anwalt der Kundin, optimistisch. "Denn die Beweislage spricht für uns."

Dieses Urteil könnte sich auf die anderen laufenden Prozesse in Sachen General Partners auswirken. General-Partners-Masseverwalter Friedrich Engelhardt, der gleich zwei Klagen in Höhe von insgesamt 6,032.000 Euro laufen hat: "Die Chancen der anderen Kläger haben sich damit erheblich verbessert." Sein Kollege Johannes Neumayer, der neben einer zivilrechtlichen auch eine strafrechtliche Anzeige gegen die Vorstände der Hypo eingebracht hat, ist ebenfalls zuversichtlich: "Eine tolle Sache."

Überraschendes Urteil

Hypo-Anwalt Johannes Quendler hingegen meint: "Dieses Urteil haben wir nicht erwartet. Es kam für uns völlig überraschend." Er legte Berufung ein und will alle Instanzen bis zum Obersten Gerichtshof ausschöpfen. Dass das Urteil für alle weiteren Klagen entscheidend ist, glaubt er nicht. (APA)

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