Ein Toter bei israelischem Zugriff in Nablus

24. August 2003, 17:42
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Zahl der Opfer des Anschlags auf Bus in Jerusalem steigt auf 21

Jerusalem/Nablus - Beim israelischen Zugriff auf drei radikale Palästinenser, die sich in einem Krankenhaus in Nablus versteckt hatten, ist nach Krankenhausangaben am Freitag ein Palästinenser getötet worden. Die beiden anderen seien entgegen ersten Berichten nicht getötet, sondern verwundet worden, teilte ein Krankenhaussprecher am Samstag in Nablus mit. Palästinenser-Vertretern zufolge handelte es sich bei den Männern um Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden, einer radikalen Splittergruppe der Fatah-Organisation, die von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat geführt wird.

Israelische Armee geht mit Gummigeschossen gegen Demonstranten vor

Die israelische Armee ist in Nablus im Westjordanland mit Gummigeschoßen gegen Steine werfende Palästinenser vorgegangen. 16 Demonstranten, meist Jugendliche und auch Kinder, wurden verletzt, wie am Samstag aus Krankenhäusern verlautete. Zwei der Eingelieferten seien von echten Kugeln ins Bein getroffen worden, ein drittes Opfer sei an der Hand von Granatsplittern verwundet worden. Der jüngste Verletzte sei erst elf Jahre alt gewesen, hieß es.

Nach Armeeangaben waren rund 200 junge Palästinenser trotz eines Ausgehverbots auf die Straße gegangen und hatten Steine auf die Soldaten und ihre Panzer geworfen. Einwohner von Nablus zeigten sich indessen erzürnt über die Rückkehr der Armee in ihre Stadt. Am Freitag war bei einer Razzia in Nablus ein flüchtiger Terrorverdächtiger erschossen worden.

Zahl der Opfer bei Anschlag in Jerusalem auf 21 gestiegen

Die Zahl der Opfer des palästinensischen Selbstmordanschlags auf einen Linienbus am Dienstagabend in Jerusalem ist auf 21 gestiegen. Eine 70-jährige Frau erlag am Samstag den schweren Verletzungen, die sie bei der Explosion erlitten hatte, wie der israelische Rundfunk berichtete. Der Attentäter war bei der Detonation ebenfalls ums Leben gekommen. Zu dem Anschlag auf einen mit ultraorthodoxen Juden voll besetzten Linienbus in der Jerusalemer Innenstadt hatten sich die radikale Hamas-Organisation und der extremistische Islamische Dschihad bekannt.(APA/dpa/Reuters/AP)

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