Friedensgespräche für Sudan bis September ausgesetzt

25. August 2003, 14:20
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Meinungsverschiedenheiten über Machtverteilung zwischen Regierung und Rebellen

Nairobi - Die Friedensgespräche zwischen der sudanesischen Regierung und Rebellen sind am Samstag wegen Meinungsverschiedenheiten über die Verteilung der Macht ausgesetzt worden. Wie der stellvertretende sudanesische Botschafter in Kenia, Ad'Dirdeiry Hamed, erklärte, haben beide Seiten damit bis zum 10. September Zeit für Beratungen. Die Vermittlergruppe bei den Gesprächen im kenianischen Nanyuki erklärte, Vertreter sowohl von Regierung als auch von der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) hätten um die Unterbrechung gebeten.

Die Gesprächsrunde hatte am 10. August begonnen und sollte ursprünglich am Sonntag zu Ende gehen. In der vergangenen Woche wurde sie bis zum 20. September verlängert. Die Regierung und die SPLA im Süden des größten afrikanischen Landes haben im Juli vergangenen Jahres ein Rahmenabkommen über eine Einstellung der Kämpfe geschlossen. Der seit 20 Jahren andauernde Bürgerkrieg und die dadurch verursachte Hungersnot forderten bisher mehr als zwei Millionen Todesopfer und schlugen weitere vier Millionen Menschen in die Flucht.

Die SPLA tritt für eine Selbstbestimmung des Südens ein, dessen Bevölkerung sich ethnisch, kulturell und religiös vom Norden unterschiedet.(APA/AP)

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