US-Regierung: Kämpfer kommen auch über saudische Grenze in den Irak

24. August 2003, 16:26
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Beobachter: USA nennen zum ersten Mal saudische Grenze als Problem

Washington - Militante ausländische Kämpfer gegen die US-Besatzungsmacht kommen nach Erkenntnissen der US-Regierung nicht nur aus Syrien oder Iran in den Irak, sondern auch über die saudi-rabische Grenze. Das lasse sich aus der Gefangennahme verschiedener dieser Personen ableiten, sagte US-Vizeaußenminister Richard Armitage am Freitag in einem Fernsehinterview.

Es sei nicht an ihm zu unterstellen, dass die Regierungen des Iran, Syriens oder Saudiarabiens in irgendeiner Weise verantwortlich seien, fuhr Armitage fort. "Aber als Minimum kann ich sagen, dass diese Kämpfer nicht an den Grenzen gestoppt werden, und das macht uns große Sorgen." Nach Angaben von Beobachtern ist es das erste Mal, dass die US-Regierung auch die saudische Grenze als Problem genannt hat.

US-Präsident George W. Bush erklärte ebenfalls am Freitag, ausländische "Elemente vom Typ der El Kaida" kämen in den Irak, "um gegen uns zu kämpfen, weil sie den Gedanken an eine freie Gesellschaft im Nahen Osten nicht ertragen können". Der Irak entpuppe sich als "fortdauernde Schlacht im Krieg gegen den Terrorismus", sagte Bush während eines Besuches in Seattle (Bundesstaat Washington).

Der Präsident bekräftigte, dass die USA mehr ausländische Truppen im Irak benötigten und sie willkommen heißen würden. "Und es wird dort mehr ausländische Truppen geben", sagte Bush voraus. Das könnte die Fähigkeit zum Schutz der irakischen Infrastruktur erhöhen und amerikanische Kräfte freisetzen, um gegen Feinde im Land zu kämpfen und nach noch flüchtigen Mitgliedern des alten Regimes von Saddam Hussein zu jagen.(APA/dpa)

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