Russischer Hubschrauber abgestürzt

25. August 2003, 18:23
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Nach tagelanger Suche wurde Wrack gefunden - Alle 20 Insassen tot: Darunter Gouverneur und mehrere hochrangige Lokalpolitiker

Wladiwostok - Nach drei Tagen intensiver Suche in unwegsamem Gelände haben Bergungsmannschaften auf der russischen Pazifikhalbinsel Kamtschatka das Wrack eines mit hochrangigen Regionalpolitikern besetzten Hubschraubers gefunden. Die etwa 20 Insassen seien bei dem Absturz in einem abgelegenen Waldgebiet gestorben, teilten die örtlichen Rettungsbehörden am Samstag mit. Unter den Opfern sei auch der Gouverneur der ölreichen Provinz Sachalin, Igor Farchutdinow, und seine wichtigsten Berater. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Suchaktion gestartet nachdem Funkkontakt abbrach

Die Behörden hatten eine große Suchaktion mit mehr als tausend Helfern in einem Gebiet von 7.000 Quadratkilometern gestartet, nachdem der Funkkontakt zu dem MI-8-Hubschrauber eine Stunde nach dem Start am Mittwoch abgebrochen war. Die Bergungskräfte waren bei ihrer Suche nur mühsam vorangekommen: Die Halbinsel Kamtschatka wird von dicht bewaldeten, schwer zugänglichen Gebirgsketten durchzogen. 20 Flugzeuge und mehr als 40 Schiffe waren im Einsatz.

Das Wrack und die Leichen wurden den Angaben zufolge in einem Waldgebiet 115 Kilometer südöstlich der Kamtschatka-Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski gefunden, von wo aus der Helikopter zu einem Flug auf die Kurilen-Inseln aufgebrochen war. Der getötete Gouverneur Farchutdinow gilt als einer der Väter des Wirtschaftsaufschwungs an Russlands Pazifikküste. Er hatte ausländische Investoren auf die an Bodenschätzen reiche Insel Sachalin gelockt und die Öl- und Gasindustrie ausbauen lassen. (APA)

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