(OHNE TITEL)

22. August 2003, 20:23
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PARALLELUNIVERSUM Der dreibeinige Köter, der zum Sterben das Polizeiwachzimmer des Icherzählers aufsucht, ist ein Bote aus einer anderen Welt. Aber das kapiert Fran in Jonathan Carrolls Das hölzerne Meer (€ 23,60/ Eichborn) erst, als der von ihm eigenhändig begrabene Hund wieder in seinem Auto auftaucht. Bald gestaltet sich das Leben des armen Polizisten in einem amerikanischen Provinzkaff mehr als turbulent. Der Roman verdichtet sich sehr schnell zu einer schrägen Mischung aus Horror und Fantasy. Carroll erzählt mit gewohnter Präzision und Liebe zum abwegigen Detail; sein bizarrer Humor und die gruselige Doppelgesichtigkeit der Erscheinungen verleiten zum Weiterlesen, auch wenn die geballte Metaphysik des Paralleluniversums ein wenig gar zu forciert daherkommt. i.s. []

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