Neun Tote bei Gefechten mit kurdischen Rebellen in Südosttürkei

24. August 2003, 16:34
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Schwerster Zusammenstoß seit Inkrafttreten der Teilamnestie

Batman - Bei Gefechten im Südosten der Türkei sind sieben kurdische Rebellen und zwei türkische Soldaten getötet worden. Das teilte der türkische Generalstab am Freitag in Ankara mit. Drei Soldaten seien bei den Kämpfen in den Bergen von Batman verwundet worden. Die stundenlangen Gefechte waren der schwerste Zusammenstoß zwischen kurdischen Rebellen und der türkischer Armee seit Inkrafttreten der Teilamnestie für Mitglieder der verbotenen Kurdenorganisation PKK/KADEK.

Nach türkischen Medienberichten eröffneten die kurdischen Rebellen das Feuer, als sie von den Sicherheitskräften aufgefordert wurden, sich zu ergeben. Zur Verstärkung seien Soldaten und Hubschrauber in das Kampfgebiet geschickt worden.

Türkische Medien: Kurdische Kämpfer töteten sieben Turkmenen im Irak

Weitere Vorwürfe gegen Kurden erhoben türkische Medien: Kämpfer der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) hätten am Freitag in der Umgebung der nordirakischen Stadt Kirkuk auf demonstrierende Turkmenen geschossen und dabei sieben Menschen getötet. Zwölf Demonstranten seien durch Schüsse verletzt worden. Der Protest der Turkmenen habe sich gegen die Zerstörung eines Grabmals durch die Peschmerga (Kämpfer) des Kurdenführers Jalal Talabani gerichtet, berichtete die halbamtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf einen örtlichen Vertreter der Irakischen Turkmenen-Front.

Die Peschmerga hätten das Grabmal, das zu Zeiten des Ex-Präsidenten Saddam Husseins niedergerissen und von den Turkmenen gerade erst wieder aufgebaut worden sei, am Donnerstagabend mit Panzerfäusten zusammengeschossen. Als die Turkmenen aus Protest auf die Straße gegangen seien, habe eine Gruppe kurdischer Kämpfer wahllos auf die Demonstranten geschossen.(APA/dpa/red)

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