Vorarlberg befürchtet Borkenkäfer-Plage

26. August 2003, 13:33
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Durch das trockene Wetter könnten sich heuer bis zu vier Generationen entwickeln

Bregenz - Die lange Hitzeperiode in diesem Sommer begünstigt die Entwicklung von Borkenkäfern. Seit einigen Tagen melden die Waldaufseher in Vorarlberg vermehrt Käfernester. Statt wie in normalen Jahren zwei bis drei seien heuer bis zu vier vollständige Generationen zu erwarten, warnt Agrarlandesrat Erich Schwärzler. Wegen der großen Waldbrandgefahr rät er vom Verbrennen des befallenen Materials "dringend" ab.

Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln solle aus ökologischen Gründen vermieden werden, so der Agrar- und Umweltlandesrat. Er appelliert an die Vorarlberger Waldbesitzer, "ihre gesetzliche Verpflichtung, der drohenden Ausbreitung von Borkenkäfern wirksam zu begegnen, mit besonderer Sorgfalt wahrzunehmen".

Befallene Bäume entfernen

Um eine weitere Ausbreitung möglichst einzudämmen, empfehlen die Experten das unverzügliche Entfernen des befallenen Baumes aus dem Wald oder das Entrinden des Stammes, das so genannte Weißlegen. Die Forstabteilungen der Bezirkshauptmannschaften stehen allen Waldbesitzern für Informationen zur Verfügung. (APA)

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    derstandard.at
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