Werbekonzern WPP sieht Ende der Branchenkrise

19. September 2003, 16:47
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Ausgabenschub durch US-Präsidentenwahlen, Olympische Spiele und Fußball-EM erwartet

Der weltweit drittgrößte Werbekonzern WPP sieht Anzeichen für ein Ende der bisher schwersten Branchenflaute.

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Das britische Unternehmen bekräftigte am Freitag zugleich seine Wachstumsprognosen für den krisengeschüttelte Wirtschaftszweig. "Der Unterschied zwischen jetzt und vor drei Monaten ist, dass wir (damals) dachten, dass sich die Lage stabilisiert hat, und wir jetzt ein geringes Wachstum sehen", sagte WPP-Chef Martin Sorrell am Freitag.

Ausblickend fügte er hinzu: "Die meisten Experten sprechen davon, dass die Branche in diesem Jahr stagniert oder leicht wächst und im nächsten Jahr ein Wachstum von drei bis vier Prozent verzeichnet." Sorrell bezeichnete dies als "vernünftige Schätzung zum gegenwärtigen Zeitpunkt".

Fußball-Europameisterschaft, Präsidentenwahlen in den USA, Olympischen Spielen in Athen

Einen Schub bei den Werbeausgaben verspricht sich der WPP-Chef im kommenden Jahr insbesondere von den Präsidentenwahlen in den USA, den Olympischen Spielen in Athen und der Fußball-Europameisterschaft.

Der Konzern wies für das erste Halbjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns vor Firmenwertabschreibungen und anderen Posten von nahezu fünf Prozent auf 202,9 Mio. Pfund (293 Mio. Euro) aus. Analysten hatten das Ergebnis im Schnitt mit 198 Mio. Pfund erwartet. Ohne Berücksichtigung von Firmenzukäufen blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau. Im Juli legten die Erlöse aber mehr als zwei Prozent zu.

WPP-Aktien legten im Handelsverlauf an der Londoner Börse stärker als der Gesamtmarkt um 1,7 Prozent auf 579,75 Pence zu. (APA/Reuters)

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