"Section Control" ab Herbst auf A 2

29. August 2003, 16:46
10 Postings

Geplant ist eine Kombination mit Regensensoren und elektronischen Wechselverkehrszeichen

St. Pölten - "Section Control" ab Herbst auch in Niederösterreich: Die videounterstützte Messanlage zur Erfassung der Schnellfahrer wird auf der Südautobahn (A 2) im Wechselgebiet - einem der gefährlichsten Autobahnabschnitte Österreichs - eingesetzt. Laut NÖ Straßendienst werden die Kameras durchgängig auf den Wert von 130 km/h eingestellt, auf die witterungsabhängigen Geschwindigkeitsbeschränkungen in diesem kurvigen Bereich wird vorerst nicht eingangen.

Test von Regensensoren

In einer zweiten Versuchsphase werden Regensensoren getestet. Damit soll der Computer der "Section Control" bei Schlechtwetter die Tempo-Höchstgrenze zur Berechnung der Fahrzeit für die genormte Wegstrecke automatisch auf 100 Kilometer pro Stunde festlegen. Gleichzeitig werden elektronische Wechselverkehrszeichen in Probebetrieb genommen. Diese sollen den Autofahrern dann automatisch anzeigen, ob nun Tempo 100 oder 130 gilt.

Streckenradar

Bei der "Section Control" handelt es sich um ein Streckenradar, das im Unterschied zu herkömmlichen Radaranlagen nicht Geschwindigkeitsspitzen erfasst, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit für eine bestimmte Strecke ermittelt. Damit können auch Raser, die kurz vor einer Radaranlage die Geschwindigkeit reduzieren und anschließend wieder beschleunigen, erfasst werden.

Jedes Fahrzeug wird fotografiert

Bei der Ein- und Ausfahrt in die Messstrecke wird jedes Fahrzeug fotografiert und das Kennzeichen vollautomatisch gelesen. Datum und exakte Uhrzeit werden ebenfalls erfasst. Wird vom Autofahrer die vorgegebene Fahrzeit unterschritten, werden die Daten an die Gendarmerie übermittelt. Die Unterlagen der "braven" Lenker werden gelöscht.

Wie die Asfinag (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) erläuterte, sollte die mobile Anlage auf der A 2 bei Guntramsdorf (Bezirk Mödling) aufgestellt werden. Nachdem die dortige Großbaustelle fünf Wochen früher als geplant abgebaut werden konnte, wurde eine andere Stelle gesucht. Dazu Vorstandsdirektor Franz Lückler: "Durch den Einsatz der Section Control auf der Richtungsfahrbahn Wien im niederösterreichischen Abschnitt des Wechsel hoffen wir, die Unfallzahlen stark senken zu können." Die Kosten für die Anlage betragen rund eine Million Euro. (APA)

Spezial

"Section Control" in Wien

Share if you care.