"An Skurilität kaum zu überbieten"

23. August 2003, 18:53
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Gesundheits- Staatssekretär Waneck weist Kritik an Kassenzusammenlegung zurück

Wien - Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (V) ist "amüsiert" über die Reaktionen auf seinen Vorstoß, die neun Gebietskrankenkassen auf vier zusammenzulegen. "Die vorgebrachten Argumente sind an Skurrilität kaum zu überbieten", so Waneck in einer Aussendung am Freitag. Die Kritiker der Zusammenlegung werfen ihm vor, dadurch keinerlei Einsparungen zu erreichen.

Besondere Kritik übte der Gesundheitsstaatssekretär an Hauptverbandschef Josef Kandlhofer, der den Vorschlag der Kassenzusammenlegung wegen der Mehrkosten durch die Strukturumstellung ablehnte. Kandlhofer habe wohl auf die Zusammenlegung der Pensionsversicherungen vergessen, die mit einer möglichen 10 bis 25-prozentigen Verwaltungseinsparung argumentiert wurde, verteidigte der Staatssekretär seine Idee. Dem Kärntner ÖGB-Vorsitzenden Adam Unterrieder, der dem Staatssekretär den Wunsch nach politische Einflussnahme in den Gebietskrankenkassen vorwarf, unterstellte Waneck Angst um die Führungsposten der "Genossen". Eine Reduzierung wäre für die Direktoren wirklich schmerzhaft, so Waneck, den Versicherten würde es aber Beitragsgelder ersparen.

Positiv überrascht habe ihn der Vorstoß der SP-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures, die sich für eine Harmonisierung des Beitrags- und Leistungsrechts ausgesprochen hatte. Als "weise Erkenntnis" bezeichnete Waneck diesen Standpunkt der SPÖ, wären doch die SPÖ-Gesundheitsminister der vergangenen 30 Jahren verantwortlich für jene Strukturen verantwortlich, die Bures jetzt verändern wolle.(APA)

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