Forschungsquote gegenüber 2013 minimal gesunken

7. Mai 2014, 13:08
2 Postings

Österreich auf Platz 5 der EU-Staaten - Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung steigen um 2,7 Prozent

Wien - Der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2014 in Österreich laut Schätzung der Statistik Austria 2,88 Prozent betragen. Das ist etwas niedriger als 2013 (2,90 Prozent). Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) steigen um 2,7 Prozent auf 9,32 Mrd. Euro. Dieses Plus ist etwas höher als im Vorjahr (1,8 Prozent), aber deutlich niedriger als 2012 (7,7 Prozent).

Nach einem starken Anstieg der Forschungsquote zwischen 1990 und 2010 ist diese seit einigen Jahren praktisch am Stagnieren. 1989 wurden erst 1,32 Prozent des BIP für F&E aufgewendet, 2000 waren es bereits 1,93 Prozent, 2010 wurden 2,83 Prozent verzeichnet. Nach einem leichten Rückgang 2011 (2,77 Prozent) und einem Anstieg im darauffolgenden Jahr (2,90) verblieb die Quote 2013 bei 2,90 Prozent. Die Regierung hat sich in ihrer Forschungsstrategie das Ziel gesetzt, bis 2020 eine F&E-Quote von 3,76 Prozent zu erreichen.

Der Schnitt der EU-28 bei der Forschungsquote betrug 2012 (letztes Jahr mit internationalen Vergleichszahlen) 2,06 Prozent. Österreich lag damit hinter Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland auf Platz fünf.

Privater und öffentlicher Sektor

Den größten Anteil an den heimischen Forschungsausgaben tragen mit 4,15 Mrd. Euro die Unternehmen (44,5 Prozent der gesamten F&E-Ausgaben). Damit ist deren Anteil an den Gesamtausgaben etwas gestiegen (2013: 44,1 Prozent).

Der öffentliche Sektor finanziert mit 3,61 Mrd. Euro heuer 38,7 Prozent der Forschungsausgaben. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber den Vorjahren (2012: 39,4 Prozent, 2013: 39,1 Prozent). Vom Bund kommen dabei 3,06 Mrd. Euro (32,8 Prozent der gesamten F&E-Ausgaben), die Bundesländer tragen rund 440 Mio. Euro bei, sonstige öffentliche Einrichtungen wie Kammern, Gemeinden und Sozialversicherungsträger 110 Mio. Euro.

16,4 Prozent der F&E-Finanzierung (1,53 Mrd. Euro) stammen wie schon 2013 aus dem Ausland, vor allem von ausländischen Unternehmen. Einen hohen Anteil davon stemmen multinationale Unternehmensgruppen, deren Töchter in Österreich Forschung betreiben. Ebenfalls in der Auslandsquote inkludiert sind Rückflüsse aus den EU-Rahmenprogrammen. Der private gemeinnützige Sektor trägt wie schon in den beiden vergangenen Jahren 0,5 Prozent der F&E-Ausgaben (2014: 42,5 Mio. Euro). (APA, derStandard.at, 7. 5. 2014)

Share if you care.