Türkischer Exminister: "Jüdische Lobby" ist schuld

6. Mai 2014, 17:22
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U-Ausschuss berät über Korruptionsvorwürfe gegen Ex-Regierungsmitglieder

Ankara - Erdogan Bayraktar fing zu weinen an, allerdings beim Probelauf in der Sitzung mit den anderen Abgeordneten der türkischen Regierungspartei AKP, nicht später im Parlamentsplenum, wo der Ex-Bauminister und drei andere frühere Kabinettskollegen am Montagabend erstmals zu den Korruptionsvorwürfen Stellung genommen haben. Die Anschuldigungen, die zur bisher schwersten Krise der seit 2002 regierenden AKP unter Premier Tayyip Erdogan geführt hatten, wiesen sie allesamt zurück.

Bayraktar klagte über "persönliche Verleumdungen", Ex-Wirtschaftsminister Zafer Caglayan über die "Neocons in den USA, die jüdische Lobby und die Parallelstruktur" im türkischen Staat, die sich gegen ihn und die anderen Minister verschworen hätten. Ein U-Ausschuss wird nun über die Ermittlungsergebnisse der Justiz beraten. Den Großteil der Ermittlungen hat die Istanbuler Staatsanwaltschaft nach zahlreichen Versetzungen eingestellt. (mab, DER STANDARD, 7.5.2014)

  • Erdogan Bayraktar fing zu weinen an.
    foto: ap/ozbilici

    Erdogan Bayraktar fing zu weinen an.

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