Flaggschiff-Bier aus Flandern: Duvel

Kolumne15. Mai 2014, 08:25
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Belgiens kleinerer Bier-Multi braut ein teuflisches Bier - sogar mit fein gehopfter Jahrgangsedition

Der Eingang sieht nicht aus wie der zu einem multinationalen Bierkonzern, eher wie zu einer ländlichen Kneipe, wie es viele in Flandern gibt. Duvel-Moortgat legt auch nicht viel Wert darauf, als Biermulti gesehen zu werden, obwohl man stolz ist auf die Brauereien in den USA (Ommegang), Tschechien (Bernard) und natürlich Belgien (La Chouffe, De Koninck, Liefmans). Hinter dem kneipenartigen Verkostungsraum im flandrischen Puurs, halbwegs zwischen Brüssel und Antwerpen, hat der bescheidene Konzern eine der modernsten Brauereien des Landes eingerichtet, um sein Flaggschiff-Bier zu brauen: Duvel.

Angenehme Frische

Duvel - das klingt nicht nur nach Teufel, es ist auch teuflisch. Wer das helle, herbe Bier verkostet, übersieht leicht, dass dieses angenehm erfrischende Getränk 8,5 Prozent Alkohol enthält - dabei trinkt es sich wie ein Pils.

Die Jahrgangsbiere haben es noch mehr in sich: Im Vorjahr war das "Tripel Hop 2013" mit dem japanischen Sorachi Ace gehopft, was einen extrem trockenen, also den Durst fördernden Nachtrunk ergab. Im "Tripel Hop 2014" ist die Grundhopfung tschechischer Saazer, zudem Styrian Goldings und als Finish die Neuzüchtung (aus Simcoe und Nugget) Mosaic, die dem 9,5 Prozent starken Sondersud einen Fruchtgeschmack (Mango, Mandarine, Ribisel) verpasst. Nichts für Kinder - teuflisch. (Conrad Seidl, Rondo, DER STANDARD, 9.5.2014)

 

  • Es trinkt sich wie ein Pils, obwohl dieses angenehm erfrischende Getränk 8,5 Prozent Alkohol enthält - und als "Tripel Hop 2014" gar 9,5 Prozent.
    foto: magic entertainment

    Es trinkt sich wie ein Pils, obwohl dieses angenehm erfrischende Getränk 8,5 Prozent Alkohol enthält - und als "Tripel Hop 2014" gar 9,5 Prozent.

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