SPÖ will nach Kritik mit Parteijugend sprechen

6. Mai 2014, 14:33
45 Postings

Klubchef Schieder kündigt Treffen an - Faymann: "Muss nicht zu allem sofort etwas sagen"

Wien - SPÖ-Parteichef Werner Faymann hat sich am Dienstag grundsätzlich darüber erfreut gezeigt, dass in seiner Partei mit der Jugendorganisation SJ diskutiert werde. Zur SJ-Forderung nach einem Parteieintritt des EU-Spitzenkandidaten Eugen Freund erklärte er, dies sei dessen eigene Entscheidung. Die neue SJ-Vorsitzende Julia Herr hat sich im Interview mit derStandard.at für ein Ende der großen Koalition ausgesprochen. Zudem forderte sie in mehreren Medien dein Parteieintritt Freunds. 

Schieder will mit Parteijugend reden

SPÖ-Klubchef Andreas Schieder kündigte am Dienstag beim Ministerrat an, sich "mit den jungen Freunden zusammensetzen" zu wollen und zudiskutieren, wie sie sich ihre Forderungen vorstellen. "Realpolitik läuft ein gutes Stück" anders, in einer Koalition gelte es Kompromisse zu finden.

Faymann meinte, er als Parteivorsitzender müsse nicht zu allem sofort etwas sagen, nur weil eine junge Vorsitzende etwas fordert. Ihm sei es aber lieber, er könne mit einer Jugendorganisation "heftig streiten" und es gebe nicht nur Applaudierer, als es gäbe keine derartige Organisation.

Kompromisse nötig

Ob Eugen Freund in die SPÖ eintritt, entscheide dieser selbst. Auch Faymann sei bei seiner Kandidatur als unabhängiger Schulsprecher damals nicht Mitglied gewesen. Erst später habe er sich dazu entschlossen. Grundsätzlich hielt er auch in der Diskussion über die Steuerreform fest, dass man in einer Koalition Kompromisse schließen müsse. Die rote Basis hatte kritisiert, dass sich die SPÖ nicht mit ihren Forderungen - etwa nach einer Vermögenssteuer - nicht durchgesetzt hat. (APA)

  • Werner Faymann: "Eugen Freund kann selber entscheiden, ob er in die Partei eintritt."
    foto: apa/fohringer

    Werner Faymann: "Eugen Freund kann selber entscheiden, ob er in die Partei eintritt."

Share if you care.