AUA mit 54 Millionen Verlust im ersten Quartal

6. Mai 2014, 07:52
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Die Krisen in Russland und der Ukraine, aber auch in Nahost zwangen die AUA, Flugpläne zu straffen - das drückte die Umsätze

Wien/Schwechat - Die Austrian Airlines (AUA) haben zum Jahresauftakt wieder tiefrote Zahlen eingeflogen. Mit 54 Millionen Euro war der Betriebsverlust im Winterquartal nur um zwei Millionen Euro geringer als im ersten Quartal 2013.

Das erste Quartal ist für die Luftfahrtbranche historisch schwach. Für das ganze Geschäftsjahr 2014 erwartet AUA-Chef Jaan Albrecht nach wie vor ein höheres operatives Ergebnis als 2013, wie er am Dienstag zum Quartalsbericht schrieb. Im Jahr 2013 war die österreichische Lufthansa-Tochter erstmals seit sechs Jahren wieder in die operativen Gewinne gekommen, der Betriebsgewinn lag im abgelaufenen Jahr bei 25 Millionen Euro.

Bei der AUA spricht man von "weiteren kleinen Fortschritten im Gesundungsprozess". Leider, so Konzernchef Albrecht, "mussten wir die profitablen Flüge nach Tripolis und Bagdad streichen". Die Ukraine-Verbindungen mussten ausgedünnt werden, damit die Flieger voll besetzt blieben.

Der Umsatz der AUA blieb bis März mit 403 Millionen Euro um 5,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Passagierzahlen sanken in Summe bis März um 2,2 Prozent. Weil heuer aber die umgesetzten Sanierungsschritte griffen - darunter vor allem die Übersiedlung der Tyrolean-Verwaltung nach Wien -, sanken andererseits die operativen Aufwendungen um 7,4 Prozent auf 476 Millionen Euro, so die AUA. Auch Abschreibungslasten drückten heuer weniger.

Lufthansa zum Jahresstart mit weniger Verlust

Die Lufthansa hat dagegen zum Jahresstart dank des Konzernumbaus und gesunkener Treibstoffkosten ihren Verlust eingedämmt. Operativ verbuchte die Fluggesellschaft ein Minus von 245 Millionen Euro nach 359 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz habe bei 6,46 Milliarden Euro gelegen. Die Kennzahlen liegen unter den Markterwartungen: Analysten hatten bei 6,57 Milliarden Euro Umsatz mit einem operativen Verlust von 234 Millionen Euro gerechnet.

Im Gesamtjahr strebt der Vorstand weiterhin einen operativen Gewinn von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro an. Airlines fahren im reiseschwachen Jahresauftaktquartal meist rote Zahlen ein - Geld wird erst in der Sommerhochsaison verdient. (APA, 6.5.2014)

  • Die AUA kommt nicht aus den roten Zahlen, die Konzernmutter Lufthansa startet dank ihres Sparprogramms und gesunkener Treibstoffkosten mit weniger Verlust ins Jahr.
    foto: ap/ronald zak

    Die AUA kommt nicht aus den roten Zahlen, die Konzernmutter Lufthansa startet dank ihres Sparprogramms und gesunkener Treibstoffkosten mit weniger Verlust ins Jahr.

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