Grödig vernebelt, aber jubelt am Ende

4. Mai 2014, 18:32
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Aufsteiger vergibt gegen die Austria unzählige Torchancen aber setzt sich schlussendlich mit 2:1 durch

Das Rennen um den zweiten Europa-League-Startplatz in der Fußball-Bundesliga wird erst in der letzten Runde entschieden. Der SV Grödig zog mit einem 2:1-(2:0)-Heimerfolg im direkten Duell mit der Austria am Sonntag an Punkten mit den Wienern gleich. Der Meister von 2013 liegt dank der um 18 Treffer besseren Tordifferenz aber noch auf Rang drei.

Philipp Huspek war vor 2.436 Zuschauern mit einem Doppelpack in der 2. und 32. Minute Matchwinner für Grödig. Für die Salzburger war es ein verdienter Erfolg, präsentierte sich der im Europacup-Rennen auf drei Zähler angewiesene Aufsteiger doch deutlich engagierter als die Austria. Dieser gelang durch Ola Kamara nur der Anschlusstreffer (82.). In der letzten Runde am Sonntag trifft die Austria nun zu Hause auf Sturm Graz, Grödig tritt auswärts bei Absteiger Wacker Innsbruck an.

Aufwachen

"Die Anfangsminuten nicht verschlafen" hatte Austria-Trainer Herbert Gager als Devise ausgegeben. Nach 81 Sekunden lagen die Wiener aber schon in Rückstand. Eine Hereingabe des Spaniers Tomi lenkte Manuel Ortlechner an die eigene Stange, Huspek staubte zum Traumstart für die kurzfristig ohne Max Karner (Kreislaufprobleme) angetretenen Hausherren ab.

Grödigs vor Anpfiff vor heimischer Kulisse verabschiedeter Trainer Adi Hütter - der Vorarlberger gilt pikanterweise als Kandidat für den Trainerposten bei der Austria - durfte danach zufrieden notieren, dass sein Team der Austria mit dem gewohnt frühen Attackieren das Leben schwer machte. Die Aktionen der Violetten waren auch zu durchsichtig, Grödigs Torhüter Cican Stankovic musste einzig nach einem Solo von Alexander Gorgon sein Können aufbieten (8.). Austrias Torjäger Philipp Hosiner war völlig abgemeldet.

Dem nicht genug, zeigte sich die Austria auch anfällig in der Defensive. Tomi setzte sich am Strafraum gleich gegen vier Austrianer durch, Grödigs Kapitän Ione Cabrera setzte den darauffolgenden Kopfball an die Stange (30.). Zwei Minuten später musste Markus Suttner seinen Gegenspieler Huspek ziehen lassen, der mit einem Schuss ins kurze Eck zum zweiten Mal an diesem Nachmittag zuschlug.

Kamara-Traumtor zu wenig

Gager reagierte in der Pause mit der Einwechslung des Norwegers Ola Kamara für den dieses Mal von Beginn an aufgebotenen Alexander Grünwald. Später kam mit Tomas Jun noch eine weitere Offensivkraft. Grödig war bei den Konterattacken dem dritten Tor bei Großchancen von Hannes Sigurdsson (50.), Tomi (55.), Dieter Elsneg (57.) und erneut Tomi (80.) jedoch deutlich näher als die Austria dem Anschlusstreffer.

Während die im vierten Saisonduell mit der Austria zum dritten Mal siegreichen Grödiger zielgerichtet nach vorne spielten, blieben die Kombinationen der Violetten auch nach Seitenwechsel Stückwerk. Kamara konnte die Partie mit seinem ersten Tor für die Austria per Fallrückzieher zwar noch einmal ein wenig spannend machen, Grödig ließ danach aber noch weitere Möglichkeiten ungenutzt.

Die Formkurve der Austria zeigt nach der ersten Auswärtsniederlage unter Gager nun endgültig nach unten. Grödig durfte sich hingegen nicht nur über den ersten Heimsieg seit Mitte Februar freuen, sondern auch über den dritten vollen Erfolg in den jüngsten vier Spielen.

Fußball-tipp3-Bundesliga - 35. Runde: SV Grödig - FK Austria Wien 2:1 (2:0). Grödig, Untersbergarena, 2.436, SR Hameter.

Tore: 1:0 ( 2.) Huspek

2:0 (32.) Huspek

2:1 (82.) Kamara

Grödig: C. Stankovic - Hart, Cabrera, Tschernegg, Potzmann - M. Leitgeb, Nutz (85. Perchtold) - Huspek, Tomi, Elsneg - Sigurdsson (65. Boller)

Austria: Lindner - F. Koch, Ramsebner, Ortlechner, Suttner - Holland, A. Grünwald (46. Kamara) - Gorgon (75. Royer), Horvath, Salamon (56. Jun) - Hosiner

Gelbe Karten: Tschernegg, Cabrera, Hart bzw. Suttner, Ramsebner, Koch

  • Emotionale Achterbahnfahrt im Salzburger Land.
    foto: apa/krugfoto

    Emotionale Achterbahnfahrt im Salzburger Land.

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