2000 Bootsflüchtlinge sorgen für Unmut auf Sizilien

4. Mai 2014, 15:48
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Seit Jahresbeginn haben insgesamt 22.000 Migranten und Flüchtlinge Italien auf dem Meeresweg erreicht

Palermo/Rom - Über tausend Menschen wurden in den vergangenen Tagen im Rahmen der Aktion "Mare Nostrum" des italienischen Militärs und der Marine vor den Inseln Sizilien und Lampedusa aus Booten gerettet. Zusammen mit rund tausend weiteren Syrern, Ägyptern, Eritreern, Äthiopiern und Nigerianern, die man schon vor ihnen geborgen hat, wurden sie nach Sizilien gebracht - wo wegen überfüllter Aufnahmekapazitäten der Unmut wächst.

Zwar würden etwa Tunesier und Ägypter sofort abgeschoben, berichtet Judith Gleitze von der NGO Borderline Europe. Andere, etwa Flüchtlinge aus Syrien, versuchten, die Insel Richtung Norden zu verlassen und wanderten dabei durch Städte und Dörfer. Seit Jahresbeginn haben insgesamt 22.000 Migranten und Flüchtlinge Italien auf dem Meeresweg erreicht, Italiens Regierung und das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR fordern dringend gesamteuropäische Lösungen. (bri, DER STANDARD, 5.5.2014)

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