Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Al-Kaida im Jemen

4. Mai 2014, 13:52
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Verteidigungsministerium spricht von 67 getöteten Al-Kaida-Kämpfern seit dem Start der Offensive am Dienstag

Sanaa - Bei einer Armeeoffensive gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) sind am Wochenende im Jemen dutzende Menschen getötet worden. Allein am Sonntag meldete das Verteidigungsministerium 37 Tote aufseiten der "Terroristen" in der südlichen Provinz Chabwa. Am Vortag waren den Behörden zufolge fünf Rebellen und zwei Soldaten in der Provinz Abjan getötet worden.

Dem Verteidigungsministerium zufolge wurden bei dem Einsatz in der Gegend von Maifaa am Sonntag 37 mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet und dutzende weitere verletzt. In der Region waren demnach bereits am Freitag fünf Aufständische getötet worden. Offiziellen Angaben zufolge wurden seit dem Start der Offensive am Dienstag in den beiden südlichen Provinzen Abjan und Chabwa insgesamt 67 Al-Kaida-Kämpfer und 24 Soldaten getötet.

Unter den Toten in Abjan von Samstag war laut dem Verteidigungsministerium auch der AQAP-Komandant Abu Islam al-Shisheni. Dieser soll zunächst in Tschetschenien gegen die russischen Truppen gekämpft haben, bevor er sich im Jemen AQAP anschloss. Am Freitag hatte das Verteidigungsministerium in Sanaa bereits den Tod des AQAP-Anführers Abu Muslim al-Usbeki vermeldet, der aus Usbekistan stammen soll.

Während der politischen Proteste im Frühjahr 2011 hatte AQAP die Schwäche des Militärs genutzt, um weite Teile des Südens unter ihre Kontrolle zu bringen. Mehr als ein Jahr später konnte die Armee die Rebellen während einer mehrwöchigen Offensive wieder aus den großen Städten zurück in die Wüste treiben. Seitdem gelang es den sunnitischen Aufständischen jedoch, erneut mehrere Städte in Abjan und Chabwa zu besetzen. (APA, 4.5.2014)

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