Rangnick: "Geduld nicht unsere Stärke"

4. Mai 2014, 13:03
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Leipzig hat nach Aufstieg bereits die Bundesliga im Visier - Zorniger bleibt Coach - Streit mit der Liga ums Logo

Leipzig - Nach dem Aufstieg von RB Leipzig in die zweite deutsche Fußball-Bundesliga hat Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick den Blick bereits weiter nach oben gerichtet. Zwar müsse man angesichts von zwei Aufstiegen in zwei Jahren nicht sofort in die Bundesliga durchmarschieren. "Aber Geduld gehört nicht zu unseren Stärken", meinte Rangnick über sich und Trainer Alexander Zorniger.

Zorniger, der aggressiven, intensiven Pressing-Fußball sehen will, war nach dem 5:1 über Saarbrücken, das den Aufstieg perfekt machte, überglücklich. "Wir haben die Stadt fußballerisch wachgeküsst", betonte der 46-Jährige, der 2012 auf Peter Pacult gefolgt war. Er wird die "Bullen" auch in der zweiten Liga dirigieren, der Vertrag verlängerte sich aufgrund des Aufstiegs automatisch und dauert nunmehr bis Juni 2016. Eine entsprechende Klausel, die es bereits im Vorjahr gegeben hatte, bestätigte Rangnick. "Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern", sagte Rangnick.

Zu viel Red Bull im Logo

Im Kern soll die Mannschaft, der mit Außenspieler Georg Teigl und Innenverteidiger Niklas Hoheneder zwei Österreicher angehören, zusammenbleiben, betonten Zorniger und Rangnick. Zumal sie schon im Winter, trotz Platz zwei, den Kader weiter für die Zukunft justiert hatten. Ähnlich wie in Salzburg setzt Rangnick auch im Osten Deutschlands auf junge, formbare Spieler, "für die Leipzig der nächste logische Schritt ist".

In der Euphorie rund um den Aufstieg ging völlig unter, dass RB Leipzig abseits des Rasens noch nachbessern muss. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) möchte, dass sich RB bis Ende Mai ein wenig verändert - wie beispielsweise beim Logo, um nicht mehr ganz so offensichtlich wie bisher von Geldgeber Red Bull gesteuert zu sein. Schon länger arbeiten beide Seiten an einem Kompromiss, auch wenn die Leipziger fristgerecht Beschwerde eingelegt haben, um notfalls auch vor Gericht ziehen zu können. Sportrechtsexperten sehen ohnehin kaum eine Handhabe der DFL. (APA, 4.5.2014)

  • Ostdeutschland zurück in der Bundesliga: Geht es nach Ralf Rangnick, dann lieber morgen als übermorgen. 
    foto: apa/gindl

    Ostdeutschland zurück in der Bundesliga: Geht es nach Ralf Rangnick, dann lieber morgen als übermorgen. 

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