Fast 250 Tote nach Fährunglück vor Südkorea geborgen

4. Mai 2014, 10:27
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"Sewol" war am 16. April gekentert - Noch mehr als 50 Menschen vermisst

Seoul - Zweieinhalb Wochen nach dem Untergang der südkoreanische Fähre "Sewol" ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 240 gestiegen. Aus dem Wrack vor der Südwestküste des Landes bargen Taucher am Sonntag 16 weitere Leichen, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Es galten noch mehr als 50 der ursprünglich 476 Menschen an Bord als vermisst.

Bisher wurden 248 Leichen aus dem Schiff und in der Umgebung geborgen. Die "Sewol" war am 16. April gekentert. Die meisten Passagiere waren Schüler auf einem Ausflug. Die größte Teil der Insassen wurde bei dem Unglück im Schiff eingeschlossen. Die Bergungsarbeiten wurden am Wochenende nach Berichten südkoreanischer Sender weiter durch die starke Strömung und hohe Wellen erschwert.

Die Ermittler vermuten, dass eine Überladung des Schiffs sowie frühere Umbauten an der 20 Jahre alten Auto- und Personenfähre den Untergang mit verursacht haben könnten. Auch wird untersucht, ob die Ladung richtig gesichert war. Der Kapitän und die anderen 14 leitenden Besatzungsmitglieder sitzen in Untersuchungshaft. Sie werden beschuldigt, nicht genug unternommen zu haben, um die Passagiere zu retten. (APA, 4.5.2014)

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