Suche nach Opfern von Erdrutsch in Afghanistan eingestellt

4. Mai 2014, 08:38
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Hunderte Tote nach Unglück in Provinz Badachschan - Tausende Menschen obdachlos

Kabul - Nach dem massiven Erdrutsch im Nordosten Afghanistans haben die Rettungskräfte die Suche nach Überlebenden eingestellt. Die Such- und Rettungsaktion könne nicht weiter fortgesetzt werden, da die Häuser des Dorfes Aab Bareek unter Metern von Schlamm lägen, sagte der Gouverneur der betroffenen Provinz Badachschan, Schah Waliullah Adeeb, am Samstag.

Man würde für die Opfer beten und das Gebiet zu einem Massengrab erklären. Die Zahl der bestätigten Opfer lag bei rund 300. Der Vizegouverneur Gul Mohammed Bedar sagte, nach Einschätzung der Behörden werde die Opferzahl nicht über 500 steigen. Die zunächst genannte Zahl von 2.500 möglichen Opfern stammte demnach von Anrainern, nicht von den Rettungskräften. Nach Angaben des Gouverneurs wurden bei dem Erdrutsch in der abgelegenen Bergregion 300 Häuser verschüttet, der Tod von 300 Bewohnern sei bestätigt. Rund 700 Familien mit insgesamt 2.000 Menschen verloren durch das Unglück ihre Häuser.

Viele der Dorfbewohner waren gerade am Freitag beim Mittagsgebet, als ein Teil des Berghangs über dem Dorf herunterkam. Als die Überlebenden versuchten, den verschütteten Dorfbewohnern zur Hilfe zu kommen, wurden sie von einem zweiten Erdrutsch getroffen. In den Tagen zuvor hatte es in der Region stark geregnet. Vertreter der Rettungskräfte warnten am Samstag vor weiteren Erdrutschen. Der afghanische Präsident Hamid Karzai sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus und sagte den Überlebenden rasche Hilfe zu. (APA, 4.5.2014)

  • Für die in der Schlammlawine Verschütteten gibt es nur wenig Hoffnung.
    foto: ap photo/gulrahim niazman

    Für die in der Schlammlawine Verschütteten gibt es nur wenig Hoffnung.

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    foto: derstandard.at
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