Weimann-Doppelpack bei Villa-Sieg

3. Mai 2014, 20:53
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ÖFB-Stürmer trifft beim 3:1-Sieg über Hull doppelt - Lob vom Trainer: "Weimann war brilliant" - Arnautovic mit Treffer für Stoke bei Fulham-Abstieg - Dramatisches City bei Everton

Österreichs Fußballteamstürmer Andreas Weimann und Marko Arnautovic haben am Samstag in der englischen Fußball-Premier-League für Aufsehen gesorgt. Weimann schoss Aston Villa mit einem Doppelpack (41., 45.+3) zu einem 3:1 über Hull City sowie zum endgültigen Klassenerhalt, Arnautovic erzielte einen Treffer (51.) beim 4:1-Erfolg gegen Felix Magaths Fulham, das damit nach 13 Jahren absteigen muss.

Sunderland hingegen ist nach einem überraschenden 1:0-Sieg bei Manchester United vor der Zweitklassigkeit fast gerettet. Der knappe Erfolg, der dem Tor des Schweden Sebastian Larsson (30.) zu verdanken war, war der erste Erfolg Sunderlands im Old Trafford seit 1968.

Weimann, der seit zwölf Partien ohne Treffer war, brachte sein Team zuhause auf die Siegerstraße. Mit einem Kopfball-Doppelschlag innerhalb von acht Minuten stellte er von 1:1 auf eine 3:1-Pausenführung, die sich Aston Villa nicht mehr nehmen ließ. Weimann hält nun bei sechs Saisontoren. Ein Doppelpack in der Liga war ihm zuletzt in der Vorsaison beim 2:3 gegen Manchester United gelungen. Die "Villans" sind damit endgültig vor dem Abstieg gerettet.

Lob vom Trainer

Für seine Goals erhielt der 22-Jährige auch dickes Lob von Coach Paul Lambert: "Weimann war brilliant." "Seine zwei Tore waren längst überfällig, wenn man sich seine Einstellung anschaut", betonte Lambert, der seinen Stürmer schon Anfang April gegen Kritik verteidigt hatte. In der Vorsaison war Weimann in allen Bewerben noch als zwölffacher Torschütze (davon 7 in der Liga) für die "Villans" aufgetreten, zwei Spiele vor Schluss derzeit hält er bei 6 Saisontoren (davon 5 in der Liga). "Er spielt erst seit etwas über einem Jahr regelmäßig", hatte Lambert damals erklärt. "Der einzige Unterschied zum Vorjahr ist, dass er nicht so oft trifft wie in der Vorsaison. Das ist das einzige, was bei ihm fehlt. Aber er ist einer von den Jungen, die erst am Anfang stehen."

Auch am Samstag war der Trainer vom Wiener angetan. "Andi ist erst vor ein paar Jahren aus der Akademie gekommen und ist noch nicht lange ein Profi. Er wird noch besser", erklärte der Schotte, der den Club seit 2012 betreut. "Er hat eine großartige Einstellung. Er hat eine unglaubliche Gier, Fußball zu spielen." Lambert bringt Weimann in der Offensive immer wieder auf verschiedenen Positionen zum Einsatz. "Heute habe ich mich dazu entschieden, ihn ganz vorne mit Gabby (Agbonlahor, Anm.) spielen zu lassen. Wo immer er auch spielt, bekommst du von ihm dieselbe Konstanz", sagte der 44-Jährige.

Stoke ging durch Peter Odemwingie (39.) im eigenen Stadium in Führung, der Stürmer gab nach einem Konter auch die Vorlage für Arnautovic' zwischenzeitliche 2:0-Führung. Oussama Assaidi (73.) und Jonathan Walters (82.) machten den Erfolg des Tabellenzehnten perfekt, der einzige Treffer Fulhams durch Kieran Richardson (80.) kam zu spät. Für Arnautovic, der durchspielte, war es der vierte Saisontreffer bzw. der dritte in den jüngsten acht Partien seit 15. März. Für Fulham-Coach Magath war es bei seinem ersten Auslandsengagement der erste Abstieg seiner Trainerlaufbahn.

Dzeko lässt City jubeln

Manchester City bleibt unterdessen auf Titelkurs. Mit einem 3:2 (2:1)-Erfolg bei Everton verdrängten die nun punktegleichen "Citizens" am Samstag zwei Spiele vor dem Ende Liverpool (je 80) von der Spitze und verfügen dank des besseren Torverhältnisses (+9) über alle Trümpfe im Finish. Da stehen noch Partien gegen Andreas Weimanns Aston Villa und West Ham an.

Mann des Abends war nach 0:1-Rückstand Edin Dzeko mit einem Doppelpack (43., 48.), den Ausgleich nach Treffer von Ross Barkley (11.) hatte Sergio Aguero (22.) besorgt. Romelu Lukaku (65.) machte es in der letzten halben Stunde mit dem Anschlusstreffer für die "Toffees" noch einmal spannend. (APA, 03.05.2014)

  • Andreas Weimann lässt Villa aufatmen.
    foto: ap/potts

    Andreas Weimann lässt Villa aufatmen.

  • Arnautovic lässt Fulham weinen.
    foto: ap/viera

    Arnautovic lässt Fulham weinen.

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