Sieben Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Al-Kaida im Jemen

3. Mai 2014, 17:22
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Anführer der Islamisten aus Tschetschenien unter den Toten

Sanaa - Im Jemen sind bei Kämpfen zwischen der Armee und Anhängern des Terrornetzwerks Al-Kaida mindestens sieben Menschen getötet worden. Wie ein Militärvertreter sagte, wurden bei Gefechten in der Provinz Abjan im Süden des Landes vier Aufständische und zwei Soldaten getötet.

Das Verteidigungsministerium meldete zudem den Tod eines Anführers des Terrornetzwerks Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP), der ursprünglich aus Tschetschenien stammte. Abu Islam al-Shisheni wurde demnach bei einem Militäreinsatz gegen "Terroristen" in Abjan getötet.

Al-Shisheni soll in Tschetschenien gegen die russischen Truppen gekämpft haben, bevor er sich AQAP anschloss. Am Freitag hatte das Verteidigungsministerium in Sanaa bereits den Tod des AQAP-Anführers Abu Muslim al-Usbeki vermeldet, der aus Usbekistan in den Jemen gekommen sein soll.

Das jemenitische Militär hatte am Dienstag eine neue Offensive gestartet, um Al-Kaida-Kämpfer aus mehreren Städten im Süden des Landes zu vertreiben. Wie ein Militärvertreter sagte, erhielten Soldaten und Kämpfer örtlicher Milizen den Auftrag, Städte in den Provinzen Abjan und Shabwa wieder unter ihre Kontrolle bringen.

Während der politischen Proteste im Frühjahr 2011 hatte AQAP die Schwäche des jemenitischen Militärs genutzt, um weite Teile des Südens unter ihre Kontrolle zu bringen. Mehr als ein Jahr später konnte die Armee die Al-Kaida-Kämpfer während einer mehrwöchigen Offensive wieder aus den großen Städten vertreiben und zum Rückzug in die Wüste zwingen. Seitdem war es den Kämpfern jedoch gelungen, neue Städte in Abjan und Shabwa zu besetzen. (APA, 3.5.2014)

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