Etihad und Alitalia verhandeln über Gründung einer Bad Company

3. Mai 2014, 13:40
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Araber sollen mit 49-prozentigem Anteil bei italienischer Fluggesellschaft einsteigen

Rom/Abu Dhabi - Die seit Wochen stockenden Verhandlungen über einen Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad bei der kriselnden Alitalia sollten jetzt zu konkreten Ergebnissen führen. Alitalia hat Etihad die Gründung einer neuen Fluggesellschaft vorgeschlagen, an der Etihad eine 49-prozentige Beteiligung halten soll. Der Rest soll unter Kontrolle italienischer Investoren bleiben.

Geplant ist außerdem die Gründung einer "Bad Company", die die Schulden der Alitalia übernehmen soll, berichtete die römische Tagezeitung "ll Messaggero" am Samstag. Laut dem Plan soll auch eine Kapitalaufstockung in die Wege geleitet werden, an der sich Etihad mit 560 Millionen Euro und die italienischen Investoren mit 200 Millionen Euro beteiligen sollen. Damit soll Alitalias drohende Pleite abgewendet werden.

Alitalias Geschäftsführer Gabriele Del Torchio reist am Montag nach Abu Dhabi, um Etihad seinen Vorschlag vorzulegen. Del Torchio sondierte die Bereitschaft der Gläubigerbanken Alitalias, den Plan zu unterstützen.

Etihad soll eine Reihe von Forderungen gestellt haben, um nach deren Erfüllung mehrere hundert Millionen Euro in Alitalia zu investieren. Alitalia will nach Gewerkschaftsangaben 400 Mio. Euro jährlich einsparen, der Abbau von circa 3.000 Personen bei der maroden Fluggesellschaft könnte folgen. Die arabische Gesellschaft ist auch Großaktionär der zweitgrößten deutschen Fluglinie Air Berlin. (APA, 3.5.2014)

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