Snapchat will digitale Kommunikation verändern

3. Mai 2014, 12:01
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App wurde kürzlich mit Update versehen und einigen Funktionen aufgerüstet

Ein hochdotiertes Übernahmeangebot von Facebook abgelehnt und immer wieder von Sicherheitsmängel eingeholt: Snapchat. Mit der App können Fotos verschickt werden, die sich nach Empfang wieder von selbst löschen. Kürzlich wurde die Software jedoch mit einigen innovativen Funktionen aufgewertet, sodass nun Videochats geführt werden können, während weiterhin Textnachrichten verschickt werden.

Update sorgte für Furore an High School

Hierzulande ist Snapchat weniger verbreitet als beispielsweise in den Vereinigten Staaten. Dort sorgte das Snapchat-Update sogar dazu, dass eine High-School-Lehrerin den Unterricht abbrechen musste, weil die Schülerinnen und Schüler einfach nicht ihr Smartphone weglegten. Ein Mädchen soll der Lehrerin nach sogar unter den Tisch gekrochen sein, um die App weiterhin nützen zu können. In einem Tweet schrieb die Pädagogin aus Kansas, dass sie in sechzehn Jahren Unterricht noch nie derartiges erlebt hat. Die Lehrerin löste den Tumult übrigens dadurch auf, indem sie sämtliche Smartphones einsammelte.

Zurück zum Ursprung

Snapchat ist weiterhin auf dem Erfolgszug, mittlerweile werden mit der App mehr Fotos hochgeladen, als auf Facebook. Das Time-Magazin wählte die zwei Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy sogar in die Top 100 der einflussreichsten Menschen der Welt. In einem Interview mit "The Verge" gab einer der Gründer an, dass Snapchat einen 25-Jahres-Plan verfolgt, bei dem sich digitale Gespräche mit Freunden und Familie "natürlich anfühlen" sollen. Weiters will die App digitale Räume mit der gleichen Unmittelbarkeit und Kurzlebigkeit erschaffen, wie wir sie bei flüchtigen Gesprächen mit Fremden in der echten Welt erleben.

Digitale Kommunikation anders gemacht

Die Art und Weise, wie derzeit per Smartphone kommuniziert wird, wollen die Gründer ebenso ändern. Nachrichten und Fotos sollen nicht mehr "in komische Boxen gezwängt werden" - Konversationen sollen sich so real wie möglich anfühlen, so "als wäre man im gleichen Raum". (red, derStandard.at, 03.05.2014)

  • Snapchat-Gründer Evan Spiegel will digitale Kommunikation komplett verändern. Das neueste App-Update sorgte an einer High School bereits für Furore.
    foto: ap/hong

    Snapchat-Gründer Evan Spiegel will digitale Kommunikation komplett verändern. Das neueste App-Update sorgte an einer High School bereits für Furore.

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