Windows-Raubkopien verkauft: “PC Fritz“-Gründer festgenommen

3. Mai 2014, 10:57
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Unternehmensgründer wurde in Kassel verhaftet - Strafanzeige von Microsoft brachte Stein ins Rollen

"PC-Fritz"-Gründer Maik Mahlow ist offenbar verhaftet worden. Ein dementsprechender Bild-Bericht wurde heise.de von Ermittlern am Freitag bestätigt. Der 37-Jährige konnte dank Facebook-Einträgen ausgeforscht und in Kassel festgenommen werden.

Windows-Kopien extrem günstig verkauft

Die Website "PC Fritz" trat als Online-Händler auf, der Windows-Kopien zu stark reduzierten Preisen verkauft hatte. Die Staatsanwaltschaft und Zoll wurden damals misstrauisch und stellten fest, dass die Betriebssystem-DVDs gefälscht waren. PC Fritz widersprach dieser Annahme und gab an, dass originale Recovery-DVDs und OEM-Lizenzen von PC-Herstellern wie Dell verkauft wurden. Ein Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs hatte den separaten Verkauf von OEM-Lizenzen im Jahr 2000 sogar erlaubt.

Großauftrag über 1,5 Millionen Windows 7-DVDs vereitelt

Im September 2013 wurden bereits 170.000 Datenträger von "PC Fritz" beschlagnahmt, vor rund drei Wochen konnten drei Verantwortliche festgenommen werden. Ermittelt wird gegen den Online-Händler "wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs durch die Einfuhr und den Verkauf von gefälschten Betriebssystemen der Firma Microsoft". Ein Großauftrag über 1,5 Millionen Installations-DVDs von Windows 7 wurde ebenso vereitelt.

Strafanzeige von Microsoft brachte Stein ins Rollen

Den Stein ins Rollen brachte eine Strafanzeige von Microsoft. Der IT-Riese hatte im September 2013 behauptet, dass "PC Fritz" mit Raubkopien handeln würde. Der Online-Händler erlangte damals noch eine einstweilige Verfügung gegen die Behauptung von Microsoft. (red, derStandard.at, 03.05.2014)

  • Microsoft ging gegen PC Fritz vor.
    foto: maik-mahlow.de

    Microsoft ging gegen PC Fritz vor.

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