Ban Ki-moon fordert Sicherheit für Journalisten

2. Mai 2014, 14:56
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2013 wurden 70 Journalisten weltweit getötet - UNO-Generalsekretär: Es darf keine Straflosigkeit geben

New York - UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat anlässlich des Welttages für Pressefreiheit am 3. Mai mehr Sicherheit für Journalisten gefordert. Im vergangenen Jahr seien 70 Journalisten getötet worden, 14 weitere mussten allein heuer schon im Zusammenhang mit ihrer Arbeit sterben.

Vergangenes Jahr seien 211 Journalisten inhaftiert worden. Seit 2008 seien 456 Journalisten gezwungen worden ins Exil zu gehen.

"Jedes Jahr am Welttag der Pressefreiheit bekräftigen wir unsere Verpflichtung zur grundlegenden Freiheit, über die Medien Informationen zu erhalten und sie zu verbreiten. Aber jeden Tag sehen wir, dass dieses Recht bekämpft wird", so Ban am Freitag.

Inakzeptabel

Journalisten würden verfolgt, weil sie über unangenehme Wahrheiten berichten. Sie würden entführt, verhaftet, geschlagen und sogar ermordet. "Solche Taten sind völlig inakzeptabel in einer Welt, die immer mehr von weltweiten Nachrichtennetzwerken abhängt und von den Journalisten, die für sie arbeiten", wurde der UNO-Generalsekretär in einer Aussendung der Vereinten Nationen zitiert.

Seit 1992 seien über 1.000 Journalisten getötet worden - hochgerechnet fast einer pro Woche. Das seien alarmierende Zahlen, so Ban, der forderte, dass es keine Straflosigkeit für jene geben dürfe, die Journalisten attackierten, die versuchten, sie einzuschüchtern oder mit unlauteren juristischen Versuchen ihre Arbeit behindern wollten.

Pressefreiheit müsse im Zentrum unserer Arbeit für Sicherheit, Würde und Wohlstand für alle stehen. Daher rufe er alle Regierungen, Verbände und jeden Einzelnen dazu auf, das fundamentale Recht der Pressefreiheit zu verteidigen. Denn Meinungsfreiheit, unabhängige Medien und weltweiter Zugang zu Informationen verstärkten "unsere Anstrengungen dauerhafte Resultate für die Menschen und die Welt zu erzielen", so Ban. (APA, 2.5.2014)

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