Vorschlag: Landesschulräte sollen für Lehrerfortbildung verantwortlich sein

2. Mai 2014, 14:28
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Oberösterreichischer Landesschulratspräsident Enzenhofer mit Angebot der Pädagogischen Hochschulen nicht zufrieden

Linz/Wien - Der oberösterreichische Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer (ÖVP) will die Kompetenz für die Lehrerfortbildung in die Landesschulräte verlagern. Künftig sollen die Budgetmittel dafür nicht mehr vom Ministerium direkt an eine Pädagogische Hochschule (PH) ausbezahlt, sondern über den Landesschulrat im Ausmaß der in dessen Auftrag durchgeführten Lehrveranstaltungen verteilt werden.

Keine passenden Angebote

Derzeit würden die Angebote an Lehrveranstaltungen für Fort- und Weiterbildung "mitunter deutlich von dem abweichen, was für Verbesserung des Unterrichts und Schulentwicklung benötigt wird", so Enzenhofer in einer Aussendung am Freitag. Das habe auch einen einfachen Grund: "Themen und Inhalte der Veranstaltungen werden weitestgehend von den PHs bestimmt. Auch das, was an Lehrveranstaltungen außerhalb der PH anerkannt wird, obliegt deren Gutdünken." Die Lehrer müssten sich bei der Auswahl der für sie oft verpflichtenden Fortbildungen an diesem PH-Angebot orientieren.

Künftig sollen dagegen die Schulinspektoren in Absprache mit den Schuldirektoren festlegen, welche Veranstaltungen die Lehrer absolvieren müssen. So könnten die Landesschulräte jene Seminare "bestellen, die sie für ihre Lehrkräfte als notwendig bzw. für die personelle Entwicklung als vorteilhaft erachten". Durch die neue Finanzierung würde sichergestellt, dass diese dann auch tatsächlich angeboten werden. (APA, 2.5.2014)

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