Privatisierter Hypo-Teil mit Gewinneinbruch

30. April 2014, 16:57
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EGT 2013 auf 8,4 Mio. Euro geschmolzen - Kernkapitalquote auf 13,41 Prozent erhöht

Klagenfurt/Wien - Die im vergangenen Dezember privatisierte Bank Hypo Österreich - zukünftig soll sie Austrian Anadi Bank heißen - hat am Mittwoch ihren Jahresfinanzbericht 2013 veröffentlicht. Das EGT ist auf 8,4 Mio. Euro (2012: 17 Mio. Euro) geschmolzen, der Jahresüberschuss auf 4,8 Mio. Euro (2012: 48 Mio. Euro) eingebrochen. Die Bilanzsumme sank auf 3,24 Mrd. Euro (2012: 3,86 Mrd. Euro).

2012 war die Bank bereits von der Hypo International abgespalten, befand sich aber noch im Staatseigentum. Bei der Bank führt man den Rückgang beim EGT auf die "belastende öffentliche Diskussion" um die frühere Mutter, die Hypo International, auf das niedrige Zinsniveau, vor allem aber auf im Ergebnis 2012 enthaltene Einmaleffekte, zurück. Der Jahresüberschuss 2012 war nämlich in erster Linie durch die Kündigung von Ergänzungskapital von 40 Mio. Euro realisiert worden. Zur Erinnerung: 2011 hatte es einen Gewinn von 7,5 Mio. Euro gegeben.

Neues Geschäftsfeld

Die Kernkapitalquote stieg im vergangenen Geschäftsjahr auf 13,41 Prozent (2012: 11,95 Prozent). Die Primäreinlagen sind im von 3,2 Mrd. Euro zum Stichtag 2012 auf 2,6 Mrd. Euro 2013 gesunken. Auch das Kreditvolumen ist gesunken. 2012 lag es noch bei 2,9 Mrd. Euro, 2013 sind 2,6 Mrd. Euro ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 2013 beschäftigte die Hypo Österreich 430 Mitarbeiter (2012: 453).

In der Zukunft will die Bank zusätzlich zum Geschäft als Regionalbank auch ein Geschäftsfeld "International Business" etablieren. Man möchte Finanzierungs- und Beratungsleistungen für Geschäftsbeziehungen zwischen Europa und Indien anbieten. Über den neuen Eigentümer, den indisch-britischen Geschäftsmann Sanjeev Kanoria, gebe es entsprechende Kontakte. Weiters steht der Umbenennungsprozess in "Austrian Anadi Bank" am Plan der Bankstrategen. Ab Mitte des Jahres soll der neue Name auch im Firmenbuch stehen. Dann ist eine "Rebranding"-Kampagne geplant. (APA, 30.4.2014)

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