Zwei Stadionsperren nach Attacke auf Austrianer

30. April 2014, 13:52
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Bundesweit auf ein beziehungsweise zwei Jahre begrenzt - Direkte Beteiligung konnte nicht festgestellt werden

Wien - Die Fußball-Bundesliga hat nach dem Überfall auf Austria-Nachwuchsspieler Valentin Grubeck vor dem Derbys Austria gegen Rapid Anfang April zwei bundesweite Stadionverbote ausgesprochen. Das gab die Liga am Mittwoch bekannt. Die Dauer der Sperre wurde nach einer Sitzung des Senats 3 (Stadion- und Sicherheitsausschuss) auf zwölf beziehungsweise 24 Monate festgelegt.

Aufgrund der vorliegenden Informationen könne eine direkte Beteiligung der beiden am Angriff auf Grubeck nicht festgestellt werden, erklärte die Liga. Belangt wurde das Duo dafür, dass es durch die Vorbereitung und beabsichtigte Zerstörung einer Fanchoreografie von Austria-Anhängern ein "sicherheitsgefährdendes Verhalten" gesetzt habe. Das begründe die bundesweiten Stadionverbote.

Verfahren gegen vier weitere Personen

Gegen vier weitere Personen leitete der Senat 3 Verfahren über bundesweite Stadionverbote ein. Dazu sind aber weitere Ermittlungsergebnisse erforderlich. Ein Beteiligter erhielt eine gerichtliche Weisung, Fußballstadien im Umkreis von 200 Metern zu meiden.

Grubeck war drei Tage vor dem Derby am 6. April nach dem Training der Austria Amateure auf dem Parkplatz der Generali-Arena von einer Gruppe vermummter Personen verprügelt und verletzt worden. Der 19-jährige Nachwuchs-Teamspieler erlitt Prellungen am Oberkörper und eine Knieblessur. Die Polizei forschte den vermutlichen Haupttäter aus und nahm einen 20-Jährigen zwei Tage später fest.

Rapid-Präsident Michael Krammer kündigte nach der Attacke auf Grubeck unter anderem lebenslange Stadionverbote an, falls sich die Täter als Rapid-nahe herausstellen sollten. (APA, 30.4.2014)

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