Google scannt keine Studenten-Gmail-Accounts mehr für Werbung

30. April 2014, 13:47
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Rund 30 Millionen Accounts betroffen - Praxis hatte Google in den USA Schwierigkeiten eingebracht

Im Rahmen des "Google Apps for Education"-Programms bietet der Softwarehersteller für StudentInnen werbefreie Varianten seiner zentralen Anwendungen an. Zumindest oberflächlich, denn auch wenn keine Werbung dargestellt wurde, wurden die Mails der StudentInnen bislang trotzdem automatisch gescannt.

Aus

Nun beendet das Unternehmen diese Praxis: Die rund 30 Millionen betroffenen Accounts werden künftig nicht mehr zur Werbeoptimierung herangezogen, berichtet das Wall Street Journal. Zudem sollen ähnliche Schritte für Geschäftskunden und Behördenaccounts in naher Zukunft folgen.

Reaktion

Mit dem aktuellen Schritt reagiert Google wohl nicht zuletzt auf die vor wenigen Tagen erfolgte Vorstellung von Microsofts "Bing for schools". Zudem war das Unternehmen immer wieder für das Scannen der E-Mails unter Beschuss gekommen. So hatte sich Konkurrent Microsoft in den USA massiv hinter einen Gesetzesentwurf gestellt, der es untersagen würde, die Daten von StudentInnenaccounts für kommerzielle Zwecke zu nutzen - wohl nicht zuletzt in der Hoffnung Google in diesem Segment verdrängen zu können. (red, derStandard.at, 30.4.2014)

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