Hauseinsturz in Wien: Noch zwei Personen im Krankenhaus

30. April 2014, 13:10
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Ein Verletzter weiterhin auf Intensivstation - Bim-Verkehr voraussichtlich ab Samstag

Wien - Von den drei Menschen, die nach dem Hauseinsturz in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus am Samstag mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht wurden, befanden sich am Mittwoch noch zwei in Spitalsbehandlung. Ein Patient liegt nach wie vor auf der Intensivstation.

"Der Zustand des Patienten ist stabil", sagte Conny Lindner, Sprecherin des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Eine Frau sei am Montag entlassen worden. Bei der weiteren Patientin, die noch im Spital ist, handelt es sich um die 48 Jahre alte Frau, die erst nach knapp acht Stunden aus den Trümmern geborgen werden konnte. Sie liegt auf einer Normalstation und erhält neben der medizinischen Behandlung psychologische Betreuung.

Straße könnte ab Montag wieder frei sein

Die Sicherungs- und Abbrucharbeiten an dem Gebäude sind so weit vorangeschritten, dass ab Samstag wieder Straßenbahnen unterwegs sein könnten und die Straße ab Montag für den gesamten Verkehr frei ist. Das sagte der Chef des Schadenssanierungsunternehmens Belfor, Heimo Ernst Weiss, am Mittwoch.

"Das gilt unter der Voraussetzung, dass nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt", schränkte Weiss ein. Belfor hat nach dem durch eine Gasexplosion verursachten Einsturz des viergeschoßigen Gebäudes am Samstag die beschädigten Teile des Daches und der Mauern des straßenseitig gelegenen Flügels so weit abgetragen, wie es die Statik erforderte. "Die Sicherungsarbeiten mit schwerem Gerät sind abgeschlossen", sagte Weiss. Der Rest werde mit Kleingerät oder händisch durchgeführt - die Arbeiten würden solchen auf einer normalen Baustelle immer ähnlicher.

Voraussichtlich in der kommenden Woche erhalten die Inhaber der übrig gebliebenen Wohnungen des Hauses in der Mariahilfer Straße 182 im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus Gelegenheit zur Rückkehr - entweder zur Großreinigung oder um sich weitere persönliche Sachen zu holen. Viele von ihnen sind seit Samstag bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Einige sind in Unterkünfte übersiedelt, die von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt werden.

Die Explosion am Samstagvormittag war offenbar durch einen 19-Jährigen ausgelöst worden, der in Suizidabsicht am Gasherd manipuliert hatte. Der junge Mann starb unmittelbar nach seiner fünf Stunden nach der Explosion erfolgten Bergung. (APA, 30.4.2014)

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