ATX schließt am Mittwoch fast unverändert

30. April 2014, 15:01
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Strabag nach Jahresbilanz schwächer

Wien - Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei schwachem Volumen mit gut behaupteter Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.527,88 Punkten errechnet, das ist ein kleines Plus von 0,89 Punkten bzw. 0,04 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,10 Prozent, FTSE/London +0,21 Prozent und CAC-40/Paris -0,31 Prozent.

Leicht erholt hat sich die Teuerungsrate in der Eurozone, jedoch etwas weniger als erwartet. Die Inflation stieg im April auf 0,7 Prozent an, nachdem sie im März nur 0,5 Prozent betragen hatte. Im April des Vorjahres hatte die Inflation noch 1,2 Prozent betragen. Beobachter erwarten aufgrund des Ausblicks, dass sich die Inflationsrate sich in den kommenden Monaten weiter erholen wird, vorerst keine geldpolitischen Lockerungen der Europäischen Zentralbank (EZB).

Stärker als erwartet ist in den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im April gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien 220.000 neue Stellen geschaffen worden, teilte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) mit. Finanzanalysten hatten mit einer Zunahme um 210.000 Jobs gerechnet. Am Abend rückt zudem die Pressekonferenz der Fed-Chefin Janet Yellen im Anschluss an die Zinssitzung der US-Notenbank in den Fokus der Investoren.

An der Wiener Börse hat unterdessen die Berichtssaison begonnen, den Anfang machten heute die Erste Group und die Strabag. Die Erste hat zum Jahresauftakt einen Nettogewinn von 103,3 Mio. Euro geschrieben. Das war deutlich weniger als im ersten Quartal 2013 (176,6 Mio. Euro), aber bei weitem besser als der 370 Mio. Euro schwere Verlust im Schlussquartal 2013. Die Erwartungen der Analysten wurden von den Quartalszahlen der Bank übertroffen, die Aktie stieg um 0,53 Prozent auf 24,55 Euro.

Keinen Profit aus dem vorgelegten Zahlenwerk konnten die Titel der Strabag ziehen, die mit minus 2,15 Prozent auf 20,03 Euro das Schlusslicht im prime market bildeten. Dabei hat der Baukonzern seinen Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2013 von 60,63 auf 113,56 Mio. fast verdoppelt. Das Betriebsergebnis (Ebit) legte um 26 Prozent auf 261,6 Mio. Euro zu.

Lenzing wurden am Berichtstag ex Dividende gehandelt, um den Abschlag bereinigt tendierten die Papiere knapp behauptet bei 45,72 Euro. Zu den größten Gewinnern zählten unterdessen Do & Co (plus 1,98 Prozent auf 42,32 Euro) und Post (plus 1,08 Prozent auf 37,01 Euro).

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zum Handelsstart bei 2.531,33 Punkten, das Tagestief lag kurz nach 11.00 Uhr bei 2.519,18 Einheiten. Der ATX Prime notierte unverändert bei 1.257,55 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 13 Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und keiner unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 3.283.163 (Vortag: 4.742.476) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 88,618 (96,95) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Buwog mit 1.098.006 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 29,00 Mio. Euro entspricht. (APA, 30.4.2014)

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