Erste Group mit sattem Gewinn

30. April 2014, 08:01
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Nach einem roten Schlussquartal schreibt das Institut wieder schwarze Zahlen und hält an der Jahresprognose fest

Wien - Zum Jahresauftakt 2014 hat die börsennotierte österreichische Erste Group einen Nettogewinn von 103,3 Mio. Euro geschrieben. Das war deutlich weniger als im ersten Quartal 2013 (176,6 Mio. Euro), aber bei weitem besser als die Zahlen vom Schlussquartal 2013: Da hatten teure Abschreibungen einen Quartalsverlust von 370 Mio. Euro hinterlassen.

"Der sich fortsetzende wirtschaftliche Aufschwung in unseren Kernmärkten sollte sich mittel- bis langfristig positiv auf das Ergebnis der Bank auswirken. Das gestiegene Verbrauchervertrauen hatte zwar noch kein nachhaltiges Ansteigen des Kreditwachstums zur Folge, der Nettokreditbestand der Erste Group blieb seit Jahresbeginn jedoch stabil", erklärte Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group in einer Aussendung.

Belastend wirkten nach Bankangaben wieder die hohen Bank- und Transaktionssteuern in Österreich, Ungarn und der Slowakei. Positiv wirkte eine weitere Senkung des Betriebsaufwands um 2,7 Prozent. Das Betriebsergebnis lag mit 727,3 Mio. Euro um 4,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Wertberichtigungen sanken im ersten Quartal ebenfalls um zwei Prozent. Der Nettokreditbestand sei, so die Bank, seit Jahresbeginn stabil geblieben.

Ihren Ausblick für 2014 hat die Bank heute bestätigt: Das heißt es wird weiter ein Betriebsergebnis von etwa 3,1 Mrd. Euro "plus-minus 2 Prozent" erwartet.

Verluste in Ungarn steigen weiter

In der Erste-Tochter in Ungarn sind im ersten Quartal 2014 die Verluste wieder deutlich gestiegen, obwohl die Kreditwertberichtigungen rückläufig waren und ein Kostensenkungsprogramm dort auch die Betriebsaufwendungen abgesenkt hat. Das lag vor allem an der Bankensteuer.

Wie die Bank am Mittwoch berichtete, wurde das "Segment Ungarn" - also der Teilkonzern Erste Bank Hungary - im sonstigen Ergebnis durch die Bankensteuer belastet. Denn heuer im ersten Quartal wurde die ungarische Bankensteuer für das Gesamtjahr 2014 im Ganzen bezahlt. Das waren 47,9 Mio. Euro. Im ersten Quartal 2013 musste nur der anteilige Vierteljahreswert (12,2 Mio. Euro) berappt werden.

Damit schrieb die Erste in Ungarn heuer bis März einen Nettoverlust von 53,8 Mio. Euro - nach -minus 22,6 Mio. Euro im ersten Quartal 2013. (APA/red, derStandard.at, 30.4.2014)

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