Strabag kann Gewinn fast verdoppeln

30. April 2014, 07:52
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Dividende soll nach erfolgreichem Jahr mehr als verdoppelt werden

Wien - Der Baukonzern Strabag hat im Geschäftsjahr 2013 sein Ergebnis wie prognostiziert deutlich gesteigert: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 261,58 Mio. Euro um 26 Prozent über jenem des Vorjahres, wie das börsenotierte Unternehmen Mittwoch früh in einer Ausendung bekannt gab. Das Konzernergebnis sei um 87 Prozent auf 113,56 Mio. Euro gestiegen und das Ergebnis je Aktie um 90 Prozent auf 1,11 Euro. Daher werde der Vorstand der Hauptversammlung im Juni 2014 auch eine Dividende je Aktie vo 0,45 nach 0,20 Euro  im Vorjahr vorschlagen, hieß es weiter.

Im Vergleichsjahr 2012 hatten noch teure Einmaleffekte zu Buche geschlagen. Auf das Ergebnis gedrückt hatten damals etwa eine Schadenersatzzahlung in Höhe von 43 Mio. Euro für die nicht erfolgte Übernahme der Cemex-Zementaktivitäten in Ungarn und Österreich sowie die Verlustübernahmen von Arbeitsgemeinschaften. Hinzu kamen bereits geleistete Arbeiten in Zentral- und Osteuropa, die nicht bezahlt wurden. Auch negative Kursdifferenzen hatten sich 2012 noch mit 11,75 Mio. Euro negativ ausgewirkt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen diese Belastungen weg. In der aktuellen Bilanz beinhaltet das Zinsergebnis positive Fremdwährungseffekte in Höhe von 13,04 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 14 Prozent auf 694,9 Mio. Euro, das operative Ergebnis (Ebit) um 26 Prozent auf 261,58 Mio. Euro. Die Ebit-Marge verbesserte sich leicht von 1,6 auf 2,1 Prozent. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg von 0,58 auf 1,11 Euro.

Langes Winterwetter beeinträchtigt Bauleistung

Die Bauleistung habe sich 2013 wegen des langen Winterwetters um 3 Prozent auf 13,57 Mrd. Euro etwas verringert. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 12,48 Mrd. Euro zurück.

Die marktbedingten Rückgänge in Polen nach dem Ende des dortigen Baubooms infolge der Fußball-Europameisterschaft 2012 sowie projektbedingte Rückgänge in Kanada, Benelux und Rumänien seien durch Zunahmen etwa in Ungarn, Österreich und Afrika beinahe ausgeglichen worden.

Der Auftragsbestand erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um zwei Prozent auf 13,47 Mrd. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wurde von 74.010 auf 73.100 gesenkt.

"Die breite Aufstellung unseres Konzerns erweist sich nach wie vor als die beste Krisenversicherung - wir gehen daher unverändert davon aus, 2014 bei der Leistung und dem Ergebnis ähnlich hohe Niveaus wie 2013 erreichen zu können, also 13,6 Mrd. Euro bzw. zumindest 260 Mio. Euro", so Konzernchef Thomas Birtel. (APA/red, derStandard.at, 30.4.2014)

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