USA: Tornadoserie tötet mindestens 35 Menschen

30. April 2014, 06:38
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Weitere Wirbelstürme erwartet

Washington - Bei der Serie von Tornados in den USA sind laut Medienberichten inzwischen 35 Menschen ums Leben gekommen. In den Bundesstaaten Mississippi, Alabama und Tennessee wurden bisher 17 Todesopfer gezählt, wie CNN am Dienstag berichtete. Am Sonntag waren aus Arkansas, Iowa und Oklahoma bereits 18 Tote gemeldet worden. Derweil warnte der Wetterdienst vor weiteren Stürmen mit Hagel und heftigen Windböen.

Vor allem der Osten und Süden Mississippis, der Westen Alabamas und der Osten Louisianas müssen sich laut Wettervorhersage auf weitere zerstörerische Tornados einstellen. Demnach können diese Wirbelstürme Hagelkörner von der Größe eines Baseballs mit sich bringen. 70 Millionen Menschen könnten laut Behördenangaben von den neuen Unwettern betroffen sein.

Unter den Toten in Alabama war auch der Student John Servati, der starb, als er seine Freundin vor einer einstürzenden Mauer rettete, wie die Zeitung "The Clarion-Ledger" berichtete.

Einer der stärksten Stürme seit Jahresbeginn

In der Stadt Tupelo in Mississippi machten sich die Einwohner daran, den Schutt ihrer zerstörten Häuser und Geschäfte wegzuräumen. Andere bereiteten Hotdogs und Hamburger zu, die sie an Bedürftige verteilten. Jugendliche halfen älteren Menschen, Schutt und umgestürzte Bäume beiseitezuschaffen. "Ich bin überwältigt", sagte Denise Hardin von der Wohnungsbaubehörde in Tupelo mit Blick auf die vielen freiwilligen Helfer.

Durch die Stadt Louisville im Bundesstaat Mississippi war der Wind nach ersten Schätzungen mit einer Geschwindigkeit von 265 bis 320 Stundenkilometern gefegt. Damit wäre der Tornado einer der stärksten Stürme seit Jahresbeginn in den USA. (APA, 30.4.2014)

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