US-Sanktionen könnten sich bei Raumfahrt als Bumerang erweisen

29. April 2014, 17:10
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Vizeregierungschef gehen Strafmaßnahmen "auf die Nerven"

Washington/Kiew/Moskau - Die von den USA in der Ukraine-Krise verhängten Strafmaßnahmen gegen Russland könnten nach Ansicht von Moskau zufolge als Eigentor erweisen: Sollte Washington den russischen Raketensektor ins Visier nehmen, würde dies automatisch die US-Astronauten in der Internationalen Raumstation ISS treffen, sagte Russlands stellvertretender Regierungschef Dmitri Rogosin am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Die Agentur Itar-Tass zitierte Rogosin mit den Worten: "Ehrlich gesagt, sie fangen an, uns mit ihren Sanktionen auf die Nerven zu gehen. Und sie verstehen nicht einmal, dass sie für sie zum Bumerang werden."

US-Astronauten ohne Mitfahrgelegenheit?

Seit dem letzten Flug eines Space Shuttles im Sommer 2011 sind die USA für bemannte Flüge zur ISS auf die russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen. Die neue US-Raumkapsel "Orion" wird erst in einiger Zeit vollständig einsatzbereit sein. Derzeit befinden sich außer dem japanischen ISS-Kommandanten drei russische Kosmonauten und zwei US-Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation.

Die USA hatten ihre Strafmaßnahmen gegen Russland am Montag verschärft. So gelten für US-Firmen strengere Bestimmungen bei Exporten von Hightech-Artikeln nach Russland, die für militärische Zwecke verwendet werden können. Rogosin, ehemaliger russischer Vertreter bei der NATO, steht seit März auf den Sanktionslisten von EU und USA. Gegen ihn wurden Einreiseverbote verhängt, außerdem wurden seine Auslandskonten gesperrt. (APA, 29.04.2014)

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