"Disconnect": Im Netzwerk der Ausgeschlossenen

29. April 2014, 17:49
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Henry Alex Rubins Episodenfilm "Disconnect" erzählt von den Gefahren allgemeiner Vernetztheit

Smartphones, Internet und soziale Medien haben die Privatsphäre radikal nach außen gekehrt. Von den Gefahren dieser allgemeinen Vernetztheit erzählt der Episodenfilm Disconnect (Regie: Henry Alex Rubin) anhand dreier Beispiele mit dramatischen Konsequenzen. Eine Frau sucht online in einer Selbsthilfegruppe Rat und macht die unschöne Entdeckung, dass jemand Zugriff auf ihre Konten hatte. Das Bashing eines Außenseiters in der Highschool (via Facebook) sowie eine Aufdeckgeschichte um Live-Sex-Chats von Minderjährigen stehen im Mittelpunkt der anderen Geschichten.

Der kritische Grundtenor der drei Kurzdramen wird großgeschrieben: Es liegt am Konsumenten, mehr Umsicht gegenüber den Möglichkeiten des Internets zu entwickeln. Der melodramatische Überschwang von Rubins Puzzlestück führt jedoch dazu, dass dieses forciert und eher vordergründig bleibt. (kam, DER STANDARD, 30.4.2014)


  • Melodramatischer Überschwang: Henry Alex Rubins Episodenfilm "Disconnect".
    foto: filmladen / phil bray

    Melodramatischer Überschwang: Henry Alex Rubins Episodenfilm "Disconnect".

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