Doppelanschlag in Homs soll 100 Menschen das Leben gekostet haben

30. April 2014, 15:04
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Al-Nusra bekannte sich zu Attentaten

Homs - Nach einem verheerenden Doppelanschlag in der westsyrischen Stadt Homs ist die Zahl der Toten laut Menschenrechtsaktivisten auf mindestens hundert gestiegen. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mitteilte, handelte es sich bei etwa 80 Todesopfern der Gewalt vom Vortag um Zivilisten.

Am Dienstagabend hatten die Aktivisten noch von etwa 50 Toten und mehr als 70 Verletzten gesprochen. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort bezieht, sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

In Homs waren am Dienstag in einem von der syrischen Führung um Staatschef Bashar al-Assad gehaltenen Stadtteil zwei Bomben explodiert. Es war der folgenschwerste Anschlag in der drittgrößten Stadt Syriens seit dem Beginn des Bürgerkriegs, der sich aus einer vor gut drei Jahren gestarteten Protestwelle gegen Assad entwickelt hatte.

Zu dem Attentat bekannte sich inzwischen die radikalislamische Al-Nusra-Front, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida angehört. Homs galt während des Bürgerkriegs lange als Hochburg der Rebellen. In heftigen Gefechten brachten die Regierungstruppen die Stadt jedoch in den vergangenen Monaten weitgehend unter ihre Kontrolle. (APA, 29.4.2014)

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