Wegfall der Eurofighterrate entlastet Verteidigungsbudget

29. April 2014, 13:28
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Klug: Schwerpunkte auf Reform des Wehrdiensts, Katastrophenhilfe und Auslandseinsätzen

Wien - Das Budget des Verteidigungsministeriums wird sowohl heuer als auch 2015 sinken. Das geht aus dem Doppelbudget 2014/15 hervor. Erleichtert wird der Sparkurs im Ressort allerdings dadurch, dass die Eurofighter heuer abbezahlt werden. Die entsprechende Ratenzahlung (217,7 Mio. Euro) fällt ab 2015 also weg. Investiert wird laut Minister Gerald Klug (SPÖ) in neue Truppentransporter und Drohnen.

Heuer hat das Verteidigungsministerium 2,157 Mrd. Euro zur Verfügung, das sind um fast 120 Mio. Euro weniger als 2013, teilweise abgefedert durch Rücklagenauflösungen. 2015 ist eine weitere Reduktion auf 1,982 Mrd. Euro vorgesehen. Verantwortlich für letzteres ist der Wegfall der Eurofighterrate, denn die Jets werden im September 2014 abbezahlt. Sparen muss Klug aber auch in den nächsten Jahren - und zwar jeweils rund 40 Mio. Euro pro Jahr.

"Natürlich stellt uns die Budgetsituation vor Herausforderungen", sagte Verteidigungsminister Klug laut Aussendung am Dienstag. Daher setze er "klare Schwerpunkte", etwa im Bereich Katastrophenhilfe, bei Friedensmissionen im Ausland und bei der Reform des Wehrdienstes. 

Für die Reform des Grundwehrdienstes sind 30 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Der Großteil der rund 180 Reformmaßnahmen für den neuen Wehrdienst werde 2014 abgeschlossen, so Klug. Für neue gepanzerte Transportfahrzeuge der Typen Dingo und Iveco stehen rund 54 Millionen Euro bereit. Die Transporthubschrauber vom Typ AB-212 werden für 29 Millionen Euro modernisiert. Darüber hinaus werden 2014 erstmals Drohnen für das Bundesheer beschafft sowie in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt 20 neue Sturm- und Flachwasserboote für die Pioniertruppe angekauft. (APA, 29.4.2014)

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