Auch Casinos Austria wollen in den Prater

29. April 2014, 12:58
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Konkurrent Novomatic hat bereits einen Automatensalon, den er zum Vollcasinos ausbauen will, Casinos Austria interessieren sich ebenfalls für den Standort

Wien - Das Geheimnis um die Standorte, mit denen sich die Casinos Austria für die neuen Spielbanklizenzen in Wien und Niederösterreich beworben haben, ist gelüftet. Laut "Kurier" will nicht nur der niederösterreichische Automatenkonzern Novomatic in den Wiener Prater, sondern auch die Casinos Austria. Weiters haben die Casinos für den 15. Bezirk und für die Wachau an der Donau eingereicht.

Der gewünschte Prater-Standort der Casinos Austria befindet sich dem Zeitungsbericht zufolge direkt neben dem Riesenrad. 25 Spieltische, 40 Rouletteterminals und 330 Spielautomaten sind geplant. Im Prater befindet sich bereits der "Admiral"-Automatensalon von Novomatic, den die Niederösterreicher zu einem Vollcasinos ausbauen wollen.

Bisher gibt es in Wien nur eine Spielbank, nämlich jene der Casinos Austria in der Kärntner Straße. Die Hauptstadt bekommt jetzt aber zwei neue Spielstätten dazu, Niederösterreich eine; das Finanzministerium will den Zuschlag für die Lizenz bis zum Sommer erteilen.

Wunschstandort

Ein weiterer bisher unbekannter Wunschstandort der Casinos Austria befindet sich an der Linken Wienzeile 216/Stiegergasse 1 im 15. Wiener Gemeindebezirk. Derzeit befindet sich dort laut "Kurier" nur eine Baustelle für ein Bürogebäude samt Gastronomie. Plantermin für die Fertigstellung ist der 25. Mai 2015, die Casinos würden mit 306 Automaten, 17 Tischen und 35 Rouletteterminals in den ersten Stock einziehen. Die Baulücke gehört der staatlichen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Der - vergleichsweise kleinere - Casinos-Austria-Spieltempel für Niederösterreich soll sich in der Nähe der Schiffsanlegestelle an der Donau befinden. Eingereicht wurden sieben Tische, elf Rouletteterminals und 92 Slotmaschinen. Die Casinos Austria wollten ihre Pläne am Dienstag nicht kommentieren.

Konkurrent Novomatic hat in Wien auch für den Böhmischen Prater eingereicht - es handelt sich hier um die Konzession Wien-Süd-West, die auf die Bezirke 3 bis 19 und 23 beschränkt ist. In Niederösterreich will der Automatenkonzern nach Bruck an der Leitha.

In der Bundeshauptstadt hat neben den etablierten Glücksspielkonzernen auch der Investor Michael Tojner Casinoambitionen. Gemeinsam mit den börsennotierten Century Casinos will er in seinem Hotel InterContinental am Stadtpark einen Spieltempel errichten ("Flamingo"). Weiters spitzt der deutsche Automatenriese Gauselmann auf das Palais Schwarzenberg, dieser rittert im Konsortium mit der Schweizer Stadtcasino Baden AG um eine Lizenz. (APA, 29.4.2014)

  • Direkt neben dem Riesenrad könnte es in Zukunft auch einen Standort der Casinos Austria geben.
    foto: apa/pfarrhofer

    Direkt neben dem Riesenrad könnte es in Zukunft auch einen Standort der Casinos Austria geben.

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