Nintendo will vom Spielhersteller zum Unterhaltungskonzern werden

29. April 2014, 11:30
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Satoru Iwata: "Müssen neu definieren, was Nintendo tun muss"

Im Konsolengeschäft bläst dem japanischen Hersteller Nintendo derzeit ein rauher Wind entgegen. Während das Handheldgeschäft derzeit gut läuft, verkaufte sich die Wii U in den vergangenen anderthalb Jahren seit ihrer Einführung deutlich unter den Erwartungen. Viele Entwickler scheinen der Plattform mittlerweile den Rücken gekehrt zu haben.

Doch Konzernchef Satoru Iwata schmiedet ambitionierte Pläne, wie er in einem Interview mit Diamond.jp verriet. Dieses wurde von Siliconera aus dem Japanischen übersetzt.

Neudefinition

"Eine Menge Leute denken wahrscheinlich, dass Nintendo nur ein Unternehmen für Spiele ist", sagt Iwata. "Ich glaube auch, dass mehr und mehr unserer Angestellten das so sehen." Doch Nintendo sei ein Unternehmen, das alles tun könne, was es wolle. "Wir müssen neu definieren, was Nintendo tun muss."

Yamauchis Vision

Sein Ziel sei es nun, die Vision des mittlerweile verstorbenen einstigen Nintendo-Chefs Hiroshi Yamauchi weiterzuführen. Dieser träumte von Nintendo als Unterhaltungskonzern, ohne mit dem Begriff "Unterhaltung" ausschließlich Games zu meinen.

Ansatz dafür ist die "Quality of Life"-Strategie des Unternehmens. Seiner Ansicht nach ist Unterhaltung das erste Verlangen nach den Grundbedürfnissen des Überlebens. Mit einer Entertainment-Plattform will man nun den eigenen Tätigkeitsbereich erweitern. Konkrete Pläne hat man hierzu noch nicht vorgelegt. (red, derStandard.at, 29.04.2014)

  • Satoru Iwata will die Vision des verstorbenen Hiroshi Yamauchi umsetzen.
    foto: ap

    Satoru Iwata will die Vision des verstorbenen Hiroshi Yamauchi umsetzen.

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